Erkältung und Depressionen

Ich habe mir eine fetzen Erkältung eingefangen. Die ganze letzte Woche hatte ich jeden Tag wahnsinnige Kopfschmerzen und musste sogar Schmerztabletten nehmen, was für mich inzwischen ja schon eine Seltenheit geworden ist (zum Glück).

Nun bin ich heftig erkältet.

Meine Nebenhöhlen sind dicht, alles tut mir weh. Jammer jammer jammer… Gestern Abend nach der Spätschicht mixte ich mir einen Drink der mir meistens ganz gut hilft wenn ich erkältet bin… wenn er nicht hilft sorgt er aber auf jeden Fall für süße Träume 😉

Also ich bin krank und schleppe mich dennoch auf die Arbeit. Die diese Woche extrem anstregend ist weil mehrere Kollegen ausfallen. Gerne wäre ich am Wochenende zu meiner Mama gefahren, der letzte Besuch ist nun auch schon wieder eine Weile her, nun würde ich mich am Liebsten krankschreiben lassen aber mir ist klar dass sofort über mich getratscht wird…

„Viola hat nicht frei bekommen, jetzt lässt sie sich krankschreiben“

Aber damit könnte ich vielleicht noch leben. Mein Vertrag ist allerdings bis Ende Februar befristet und ich würde meinen Job „eigentlich“ gerne behalten. Bzw ich habe keine Lust mir einen neuen zu suchen denn ich suchte nach diesem schon viel zu lange.

Ich habe keine Lust nach Stellen zu suchen und auch keine Lust Bewerbungen zu schreiben. Ich mag es im Einzelhandel zu arbeiten aber egal in welche Filiale man kommt, tauchen immer wieder die selben Probleme auf.

Jammer jammer jammer.

Es tut mir Leid. Dieser Beitrag ist furchtbar. Worauf ich eigentlich hinaus will ist folgendes:

Die Tatsache das ich krank bin und nicht mal Lust habe mir zum Beispiel irgendwelche YouTube Fotografie Videos anzusehen macht mich depressiv.

Es kommen so Gedanken auf wie „Jetzt habe ich nicht mal Lust mich irgendwie weiterzubilden, vielleicht habe ich schon wieder die Lust am Fotografieren verloren.. das ist ja irgendwie typisch für mich… wenig Durchhaltevermögen“ und so weiter und so fort.

Ich kämpfe also nicht nur gegen die Erkältung an sondern auch gegen alte Gedankenmuster.

Doppelt anstrengend.

Dabei bin ich doch nur krank. Gar nix Schlimmes. Das geht vorbei und dann bin ich wieder fit und motiviert. Auch in Sachen Fotos.

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Besuch

Mein „Onlinedate“, von dem ich hier, hier und hier bereits erzählte, reiste am vergangenen Samstag für ein verlängertes Wochenende an.

Mein „Onlinedate“ klingt sehr abwertend dafür das er in kurzer Zeit seinen gewissen Raum eingenommen hat.

Da in meinem Blog so gut wie keiner namentlich erwähnt wird, fällt es mir nun ziemlich schwer dem Kind einen Namen zu geben. Der Anfangsbuchstabe kommt hier auch nicht in Frage da es der Gleiche ist den auch mein Mann und unsere Tochter tragen.. Mensch ist das kompliziert! (Und ob das vielleicht ein Zeichen für irgendwas ist? Wer weiß?!).

Ich brech ihn jetzt mal runter auf den „Klugscheißer“ denn er hat immer das letzte Wort, weiß zu allem was und er verpackt es auf diese ekelhaft liebenswerte, dämlich grinsende Art sodass man nicht böse sein kann.

Ein bisschen wie ich. Mir kann man auch nicht böse sein 😀

Ich versuchte ihn übrigens bereits mit einem Mädel aus dem Nachbardorf zu verkuppeln aber sie verbockte es.. selber Schuld. Die schlechteste Partie ist er sicher nicht.

Kurz: Ich mag ihn! Aber ich schweife ab.

Der Klugscheißer besuchte uns also am vergangenen Wochenende.

Geplant waren schöne Ausflüge, kulturelles und so.. Aber letztendlich wurden es gemütliche, ruhige, familiäre Tage da das Wetter nicht sehr einladend war.

Am Samstagabend besuchte uns ein Freund der Familie mit seiner neuen Freundin und wir tranken fröhlich Bier und Wein und guckten lustige grottenschlechte Filme.

Am Sonntag machten wir dann einen ausgedehnten Spaziergang über eine meiner oft besuchten Fotolocations. Ein Lost Place Ding was auch meinen Stiefkindern immer Spaß macht.

Abends gingen wir alle gemeinsam  gemütlich essen bevor der Klugscheißer und ich die Kneipe im Nachbardorf aufsuchten.

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Wir tranken und quatschten Blödsinn und ich genoss diese Zeit sehr in der sich mein Mann um die Kleine kümmerte und ich Zeit für meinen Besuch und mich hatte.

Am Montag bauten wir Barhocker, ich hatte zum Glück den Tag frei, bevor ich am Dienstagnachmittag, nachdem Frühschicht und der Lütten Mittagschlaf hinter uns lagen, den Klugscheißer wieder nach Hause fahren lassen musste.. schnief schnief

Inzwischen ist hier wieder Ruhe eingekehrt.

So ein Besuch ist zwar schön aber auch wahnsinnig aufregend. Vorallem für die Räubertochter. Trotzdem genieße ich es wenn Menschen die ich mag uns besuchen, für eine Nacht oder auch mehrere Tage.

Gehen wir feiern und haben Übernachtungsgäste.. Ich genieße das Frühstück am nächsten Morgen oft mehr als das Ausgehen an sich.

Denn ein Haus ist nur ein „Zuhause“ wenn Leben herrscht.

Also komm bald wieder… 😉

Wieder hier…

Jetzt sitze ich also wieder hier.

Ernüchternd.

Das letzte Treffen ist eine ganze Weile her aber es ist gleich wieder so als würde ich eine alte Freundin zum Tee Trinken treffen.

Vor mir steht meine 0,5 Liter Teetasse. Schon alleine die Größe dieser Tasse weist darauf hin das es kein normales Tee-Trinken-Treffen mit einer alten Freundin ist. Aber ein bisschen fühlt es sich trotzdem danach an.

Ich sitze wieder bei meiner Therapeutin.

Nach einer gefühlten Ewigkeit… dabei ist es nur vier Monate her als ich das letzte Mal hier war.

Ich weiß gar nicht ob ich wegen mir selbst hier bin oder wegen meinem Mann. Beim letzten Mal waren wir gemeinsam für ein Paargespräch hier.

Das war wahnsinnig anstrengend, die Tage danach waren furchtbar für uns beide..

Und trotzdem sitze ich wieder hier weil sie für mich persönlich die beste Ansprechpartnerin ist wenn es um meine Psyche geht.

Was wir besprechen kenne ich alles schon, „eigentlich“ kenne ich das alles in und auswendig was sie mir da erzählt. Es ist nichts Neues. Und trotzdem bin ich wieder hier und wärme die alte Suppe auf….

Besser als beim letzten Mal schmeckt sie immernoch nicht.

Es ist fast schon ein bisschen langweilig weil es nichts Neues ist.

Aber irgendwie nimmt dieses Gespräch eine Wendung und wird wirklich mehr zum Tee Trinken mit einer alten Freundin als das es noch irgendwelche Ansätze einer psychotherapeutischen Behandlung hätte.

Ich bekomme ganz viele Ratschläge und Tipps von ihr die, nur so ein Gefühl von mir, mehr aus ihrem Privatleben als aus ihrer Ausbildung kommen.

Und zum Ende hin kann ich sogar wieder lachen und strahlen und habe meinen Humor wieder gefunden.

So verlasse ich die Praxis, oder vielleicht auch das „Wohnzimmer einer Freundin“, mit neuer Motivation, neuem Antrieb und mit neuen alten Glaubenssätzen.

Auf auf… jetzt gehts ans Umsetzen.

Räubertochter im Småland

20171102_104810Gestern, an Allerheiligen, machten Göttergatte, Räubertochter und ich einen kleinen „Ausflug“.

War ja Feiertag. Zeit für die Familie.

Den Plan nach Leipzig in den Zoo zu fahren verwarfen wir als wir uns den Wetterbericht anschauten.

Indoorspielplatz? Keine Lust mit der Kleinen toben zu gehen.

Wir fuhren spontan ins Nachbarbundesland, dort war schließlich kein Feiertag, und gingen ins schwedische Möbelhaus. Nach Barhockern für die neue Küche schauen.

Dort angekommen war die Räubertochter eigentlich schon wieder bereit für ein Nickerchen, sie wollte aber dennoch ins Bällebad.

Wie jetzt? Tochter alleine da rein? 

Ich haderte kurz mit mir selbst.. bin ich dafür bereit? Sie alleine da drin? Die Betreuer kennt sie doch gar nicht! Und müde ist sie doch eh… darf sie mit ihren 3 Jahren da überhaupt schon rein?

Wir mussten ein paar Minuten anstehen und warten und ich ging in mich und redete mir selbst gut zu.

Ich sage immer das man seinen Kindern ja Flügeln geben muss.. sie sollen die Welt entdecken und man darf sie nicht klein halten bla bla bla… 

Ich überwand mich also. Räubertochter durfte alleine zu fremden Kindern, ins fremde Bällebad zu den fremden Betreuerinnen… wird schon schief gehen.

Als es dann endlich soweit war spazierte sie rein, bekam ihr Namensschild, stellte ihre Box mit Jacke und Schuhen ins Regal und zog los. Ohne sich nochmal umzudrehen.

Mein Mann und ich blieben noch einen Moment stehen und beobachteten wie sie in die „Fluten“ sprang. Dann gingen wir weiter.

Keine 10 Minuten später… „Die kleine XXX möchte aus dem Småland abgeholt werden.“

Und deswegen hab ich mir jetzt so nen Stress gemacht?! 😀

Trotzdem war ich stolz auf unser Mädchen das sie alleine etwas Neues entdeckt hat und auch auf mich.. das ich ihr, wenn auch nur für einen Augenblick, Flügel gegeben habe 😉

Mitspielen oder mir selbst treu bleiben

Ich bin nun über ein Jahr dort angestellt wo ich eben angestellt bin. Ein schönes Jahr für mich in einem guten Team. Dafür backte ich, wie hier schon geschrieben, sogar einen Kuchen.

Nun wendete sich leider das Blatt. 

Plötzlich wurde mir klar warum keiner groß auf meinen Dankes Kuchen reagierte und warum in dieser Filiale keine Teammeetings und auch keine Weihnachtsfeiern stattfinden. Man will sowas einfach nicht.

Vor einigen Wochen hatte ich Frühschicht mit einer Kollegin. In dieser Schicht verquatschte ich mich leider mit den beiden Mädels vom Bäcker nebenan der an unseren Laden angrenzt.

Wem sowas noch nie passiert ist möge den ersten Stein werfen!

In meinem „Privatleben“, sprich bei den Menschen mit denen ich bewusst gerne Zeit verbringe/die ich mir aussuche, wäre das kein großes Drama gewesen. Hätte ich mich zum Beispiel während einer Umzugshilfe oder dergleichen verquatscht und meine Arbeit vernachlässigt, hätte man mich kurz zur Seite genommen, unter vier Augen gesagt dass das uncool ist, und die Sache wäre erledigt gewesen.

In meinem Job macht man aus der Mücke den Elefanten.

Es wird sich beim Bereichsleiter über mich beschwert. Kollegin erzählt dem gesamten Team (!) von diesem Vorfall- nur mit mir redet sie nicht darüber.

Ich arbeitete seitdem keine einzige Schicht mehr mit ihr zusammen. Kann mir gar nicht erklären woran das liegt…

Ich überlegte schon nach dem „Petzen“ beim Bereichsleiter darüber zu schreiben. Die Sache regte mich tierisch auf, immerhin ist mein Vertrag befristet und der Bereichsleiter hat das letzte Wort was das Verlängern betrifft. Womöglich bricht mir sowas das Genick. Ich dachte aber „Das kannste nicht machen. Viele Leser wissen wo ich genau arbeite.. was sollen die denn denken“. Drum möchte ich auf die Arbeit und das Team nicht weiter eingehen als unbedingt nötig.

Was mich aber beschäftigt, und das nun schon eine Weile denn diese Sache zieht sich inzwischen schon ein paar Wochen hin…

Spiel ich bei diesem Spiel mit oder bleibe ich bei mir?

Lege ich die Tatsachen beim nächsten Gespräch mit dem Bereichsleiter auf den Tisch und berichte mal über die Privatgespräche meiner Kollegin? Soll ich anfangen all meine Kollegen zu verkaufen, im Team gegen jeden zu hetzen… sie machen schließlich das Selbe?

Nein das ist einfach nicht meine Art. Drum habe ich für mich entschieden stur meine Arbeit zu machen. Ich werde keinerlei Privatgespräche mehr führen, weder mit Kunden noch mit den Kollegen.

Sollte sich mal wieder eine Kollegin bei mir über eine andere Kollegin auskotzen wollen, werde ich das mit einem kühlen „Das geht mich nichts an“ kommentieren.

I’m sorry. Aber bei diesem Spiel bin ich raus.

Alles neu macht der… Oktober

Hier ist gerade mächtig was los. Mein Mann und ich bauen fleißig die Küche um und auch hier auf meiner Website passiert ein bisschen was.

Meine Freundin T. gab den Anstoß. Mit ihr unterhielt ich mich nämlich mal wieder über meine Fotografie und kam darauf das ich das „eigentlich“ ja noch intensiver betreiben möchte aber ich kaum Leute finde die sich vor meine Kamera stellen.

Wie wär’s mit einem Aushang?

Warum eigentlich nicht? Suche Biete Aushänge, schwarze Bretter und ähnliches gibt es sogar bei uns auf dem Dorf.

So brainstormten wir also ein wenig über Aushänge, Flyer, Design und so weiter…

Bis ich dann wieder vor der Frage stand welchen Internetlink ich denn da drauf drucken soll denn mein Landleben Blog und meine Fotos gehören irgendwie zusammen, irgendwie aber auch wieder nicht.

Ich gestaltete die letzten Tage also ein bisschen um. 

Die Menüführung trennt jetzt ganz klar Landleben und Fotografie, eine andere Domain sollte her, es gab ein neues „Headerfoto“ (gibt es dafür eigentlich auch einen deutschen Begriff?) für das ich mich draußen ins nasse Laub schmiss (Punkt fürs Glückstagebuch! Nass aber glücklich), passend zum mehr oder weniger neuen Namen.

Und in den nächsten Tagen werde ich wohl auch die Idee mit den Flyern in die Tat umsetzen 🙂

Wochenplanung 2ter Teil

Kühe streicheln

In einem Beitrag vor etwa drei Wochen (diesem hier) schrieb ich darüber das ich meine Woche besser durchplanen möchte um intensiver Zeit mit meinem Mann, unserer Tochter, unserer Familie und mir alleine zu verbringen.

Es funktioniert wirklich gut!

Mit der Räubertochter backte ich Kuchen. Die Woche drauf wollte ich basteln, wir planten aber spontan um und gingen Schwimmen. Die Woche drauf besuchte ich mit ihr den Bauern im Nachbardorf. Wir spazierten die ca 4km bergauf, streichelten Kälbchen, fütterten Kühe und spazierten wieder runter. In der darauf folgenden Woche waren wir seit langer Zeit mal wieder auf dem Spielplatz und schlenderten ein bisschen durch die Kleinstadt.

Gestern Abend besuche ich mit ihr den Gospelchor in der Stadt in der ich arbeite.

Musik findet sie großartig und ich dachte es würde ihr bestimmt Freude machen wenn sie mal hört wie schön Menschen singen können wenn sie es denn tatsächlich können. Nicht so wie die Mama 😉

Der Ausflug war ein voller Erfolg. Zwar konnten wir nicht allzu lange bleiben da die Probe sehr spät am Abend stattfindet und Tochter somit schon müde war, aber die Zeit die wir dort waren war herrlich. Sie tanzte und klatschte und auf der Heimfahrt sang sie alle Lieder nochmal wild durcheinander.

Auch für mich selbst nehme ich mir Zeit!

In dieser Woche arbeite ich insgesamt nur  etwa 10 Stunden. Ich habe also viel freie Zeit die ich zum Bloggen, Fotografieren und Fotos bearbeiten nutzte. Heute gehe ich noch zum Friseur bevor ich die Tochter vom Kindergarten abhole.

Mit der Familie gingen wir ins Freizeitbad und werkelten an Hühnergehege und Küche. Ja, ich zähle auch die letzten beiden Dinge als gemeinsam Zeit miteinander verbringen denn (er)schafft man etwas zusammen schweißt das ja auch zusammen. Vorausgesetzt man bindet die Kids mit ein und nutzt sie nicht nur als Handlanger.

Und auch mein Mann und ich finden Zeit füreinander. Heute Abend wollen wir mal wieder gemeinsam kochen und uns eine Flasche Wein gönnen bevor wir am Wochenende in der Küche weiterarbeiten.

Wochenplanung

Allem gerecht zu werden empfinde ich manchmal als ziemlich große Herausforderung.

Ich bin Kassiererin, Ehegattin, Mama, Familienmitglied, Fotografin, Freundin, Tochter… und dann, was auch unheimlich wichtig aber ich oft vergesse, ich selbst!

Das alles unter einen Hut zu bringen ist manchmal gar nicht so leicht und oft geht dabei auch irgendwas oder irgendwer unter.

Drum habe ich mir nun vorgenommen meine Woche besser durchzuplanen.

Ich bin Jungfrau, Planung ist voll mein Ding! 😀

Ich möchte in den nächsten Wochen darauf achten feste Zeiten

  • für mich selbst, Schreiben, Fotografie, Sport (Oh oh ganz schlimm momentan!)
  • für meinen Mann und mich als Paar
  • meine Tochter
  • und auch für uns als Familie einzuplanen.

Besonders die Kleine liegt mir am Herzen denn wir verbringen irgendwie kaum Zeit miteinander. Oder anders gesagt es läuft halt so nebenher und das gefällt mir nicht.

Letzte Woche fing ich schon damit an mit ihr Kuchen zu backen und sie intensiv mit einzubeziehen. Für diese Woche, morgen Nachmittag, habe ich einige Bastelsachen organisiert. Kleber, buntes Tonpapier, Glitzer, Moosgummi.. ob dabei was hübsches, sinnvolles rauskommt ist für mich zweitrangig 😉

Und damit ich erstmal reinkomme in meinen neuen Vorsatz habe ich mir nun für die nächsten vier Montage eine Checkliste in den Kalender gekritzelt.

Für die laufende Woche sind alle Punkte abgehakt. Drückt mal die Daumen das es nächste Woche genauso gut klappt 🙂

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Kassiereralltag

Man muss sich ja schon viel gefallen lassen im Einzelhandel.

Der Kunde ist König. Oder so ähnlich.

Meist werde ich an der Kasse schief angeredet weil schon um 9.30 Uhr Stiefmütterchen, XXL Damen Schlüppis oder Bio Gojibeerenmüsli „was im Prospekt war“ ausverkauft ist.

Manchmal pflaumt man mich auch an weil ich entweder zu langsam (das sind die die am Ende der Schlange stehen) oder zu schnell (deren Waren ich gerade scanne) kassiere.

Nach etwa fünf Jahren im Verkauf kann ich mit sowas gut um.

Wenn es aber um Persönliches geht…

Nun könnte ich ein megagroßes Fass aufmachen was denn alles schonmal passiert ist… hier die aktuellste kuriose Geschichte aus meiner heutigen Frühschicht:

Stammkundin, irgendwas zwischen 35 und 45, stark tätowiert und deswegen von mir fälschlicherweise als weltoffen eingestuft.

Ich in der Kasse, nutze die kurze Pause zwischen verabschiedeter Kundin und tätowierter gerade noch Waren auflegender Kundin um einen Schluck zu trinken.

In meiner Soulbottle: Leitungswasser und ein paar Salatgurkenscheiben.

„Was zur Hölle ist das ekliges?“

Pokerface. „Gurkenwasser.“

„Bäh wie kommt man darauf sowas zu trinken? Das ist ja widerlich. Igitt. Ich glaub ich muss gleich ko*****!“

Zur Krönung des Ganzen fehlten im Grunde nur noch Würgegeräusche.

„Probieren Sies doch mal aus. Schmeckt gar nicht so.. „zum Ko*****“.“, gab ich ihr mit auf den Weg.

Ob einem sowas schmeckt oder nicht sei erstmal jedem selbst überlassen. Prinzipiell bin ich ja der Meinung das man alles mal probieren kann. Sogar Gurkenwasser.

Die Art und Weise wie sie ihren Gedanken freien Lauf ließ fand ich für eine erwachsene Frau aber doch recht erschreckend.

Aber mich lange darüber ärgern? Nee das bringt doch nix. Lieber einen Spaß draus machen…

Mal sehen womit ich sie beim nächsten Mal schocken kann. Vielleicht mit Ingwerwasser.

Lasst die Spiele beginnen… 😉

Shooting Tag in Erlangen

Heute, an meinem vorletzten Urlaubstag, war ich in Erlangen zum Fotografieren.

Es war mein dritter und bisher kleinster Fotowalk.

Nur geschätzt 30 Teilnehmer waren angereist um mitzumischen.

Ich hatte mich vorab locker mit einem Mädel verabredet, das normalerweise selbst fotografiert. Sie sei kein klassisches Model sagte sie mir, was ich bei Street sowieso super finde. Mir geben diese übertriebenen Fashion Posen auf öffentlichen Plätzen irgendwie nicht so viel.

Ich lies mich von ihr finden und schnell waren wir eine Gruppe von sechs Mann die gemeinsam loszogen.

Den ersten Treffpunkt verpassten wir, beim zweiten war vom Walk leider schon gar nichts mehr übrig. 

Das fand ich ziemlich schade. Auch unsere Gruppe löste sich dann zügig auf, meine Verabredung brachte mich zu meinem Auto, auf dem Weg dorthin machten wir noch ganz entspannt ein paar Fotos und unterhielten uns sehr gut.

Wir waren irgendwie auf einer Welle und soo traurig war ich dann gar nicht mehr das sich der Walk so schnell auflöste.

Dieses Glück, Menschen vom selben Schlag zu treffen, habe ich in letzter Zeit wohl öfter.

Mein „Onlinedate“ gestern hat nämlich auch richtig viel Spaß gemacht und wird bestimmt nicht das Letzte gewesen sein 🙂