Schnappschuss aus der Ferne

20180815_183015

Unsere Reise ist wundervoll und ich so dankbar das erleben zu dürfen ❤

Advertisements

Es gibt keine Probleme- nur Herausforderungen

Die letzten Tage vor unserer Reise sind körperlich und seelisch aufregend für mich.

Nicht nur weil so eine Reise an sich ja schon aufregend ist sondern eben auch weil nun so viel Unerwartetes passiert ist.

Unser Mowag ist nicht fahrbereit; fahren wollen wir trotzdem.

Der Subaru, das Alltagsauto, musste nun also fit gemacht werden. Mein Mann machte Kundendienst, Öl auffüllen, Luftfiltereinsatz erneuern, Rost behandeln.. solche Dinge. Ich machte das Auto etwas sauber (ein Auto ist bei uns vor allem eins: Gebrauchsgegenstand), saugte raus und wischte mal übers Armaturenbrett.

Wir besorgten Zelt, Sonnensegel, füllten die Gasflasche für unseren Kocher auf.

Ich hatte noch einiges an Papierkram auf dem Schreibtisch. Überweisungen die getätigt werden wollten, die Fähre die umgebucht werden musste.

Apropos.. da liegt ja immer noch ein Antrag der ausgefüllt werden muss.. oh man.

KFZ Ladekabel für Kameras und Laptop mussten her. Eine Micro SD Karte für den neuen Rekorder fehlte noch.

Ein Berg von Wäsche wollte noch gewaschen werden, der Haushalt insbesondere die Küche soll ordentlich da stehen schließlich habe ich keine Lust nach der langen Reise auf neue Mitbewohner zu treffen… iiihh.

Die letzten Tage waren wir also gefühlt nur am Rennen.

Das strengt mich an. Körperlich sowie seelisch.

Mir fehlt Meditation. Tagebuch schreiben. „Erstmal Tee trinken“. Mir fehlt vor allem die Entschleunigung. Alles ist recht hektisch gerade.

Die Räubertochter kommt ein bisschen zu kurz, was mir wieder ein bisschen im Herzen sticht.

Worauf ich aber eigentlich hinaus möchte ist meine Selbstreflexion, mein Selbststudium in Verbindung mit der anstehenden Reise.

Bekomme ich es hin weiter mein Tagebuch so sorgfältig zu führen wie ich es in den letzten Wochen gemacht habe?

Werde ich an meine regelmäßigen Pausen denken? Denke ich an Meditation und Yoga?

Diese Gedanken kreisen mir gerade noch etwas im Kopf herum und ich suche nach passenden Wegen.

20180809_083144.jpg

Für mein Tagebuch habe ich mir nun folgenden Weg überlegt: Ich werde nicht schreiben sondern sprechen. Ich werde meinen Rekorder nutzen und mein Tagebuch aufzeichnen. Weil mich diese kleine Gerät so begeistert wird es mir sicher eine Freude sein es auch dafür zu nutzen.

Meine Pinnwand mit all meinen Zettelchen, Impulsen, Anregungen wird mir vielleicht etwas fehlen. Ich habe mir die wichtigsten Punkte nochmal aufgeschrieben und sie nun ins Auto geklebt. Das mag für manche vielleicht etwas albern aussehen… interessiert mich aber nicht 😉

Die Yogamatte hat ihren Platz im Auto gefunden. Auch an Ohropax habe ich gedacht um mir meine Auszeiten zu erleichtern.

In diesem Sinn…

Es gibt keine „Probleme“. Nur Herausforderunge. Und Wege. Namasté.

(Übrigens auch was den Mowag betrifft. Aber damit wird sich NACH der Reise beschäftigt)

Es hat Zoooooom gemacht

20180808_092238

Wie in meiner ersten Podcastfolge erzählt bestellte ich mir einen Rekorder zum Aufnehmen meines mehr oder weniger geistreichen Gesabbels 😉

Ich entschied mich für den „Zoom H1n Handy Rekorder“.

Mir war wichtig ein handliches Gerät zu haben, das sich bequem überall mitnehmen lässt. Zu viel Geld wollte ich auch nicht ausgeben denn ich weiß ja gar nicht ob das dauerhaft was für mich ist.

Ewig und drei Tage durchforstete ich das Internet. Las in Foren, sah mir YouTube Videos von Zockern und Podcastern an. Letztendlich kam ich zu dem Entschluss:

„Liest sich für mich alles viel zu kompliziert. Hätte könnte sollte.. MACHEN!“

Der Rekorder kam am Anfang der Woche. Leider konnte ich ihn da gar nicht ausprobieren denn mir fehlte eine Micro SD Karte, die nicht inklusive war.. was ich einfach nicht auf dem Schirm hatte.

Mein Mann und ich besorgten die Speicherkarte auf einer unserer vielen „Erledigungs-Touren“ auf der wir die letzten Dinge für unsere Reise organisierten.

Gestern probierte ich das Ding nun also zum ersten Mal aus.

Beim Auspacken war ich zugegeben recht wenig angetan. Der Rekorder ist kleiner als ich dachte, was aber nicht unbedingt nachteilig ist. Ich wollte ja was für „unterwegs“.

Das Material wirkt aber recht „billig“. Das Gehäuse ist komplett aus Plastik.

Ich zog den „Ploppschutz“ den ich mitbestellt habe über, eine der wenigen hilfreichen Infos aus den Nerd Foren, und machte ein paar Testaufnahmen.

Ich hielt das Ding in der Hand, bewegte es beim Aufnehmen, und ich stellte es auf ein Stativ. Waagrecht und auch senkrecht. Ich stellte es weiter weg, zog es näher ran, drehte es zu mir und auch seitlich zu mir wie es vielleicht bei einem Zweiergespräch sein könnte.

Ich ging damit nach draußen, an unseren gackernden Hühnern und der Hundedame vorbei, die sich im Gras wälzte. Ich stand auf der Blumenwiese, inmitten der zirpenden Grillen um raus zu finden welche Hintergrundgeräusche letztendlich auf der Aufnahme zu hören waren.

… und ich war total angetan!

Die Aufnahmen hörte ich mir mit Ohrstöpseln direkt vom Gerät an und das fand ich schon total klasse im Vergleich zu meinen Handyaufnahmen. Kein Rauschen, kein zischen. Richtig klare Aufnahmen. Und Hühnergackern 😉

Am Pc stellte ich fest das mein Gerede etwas lauter sein könnte aber ich kriege sicherlich noch raus wie das so funktioniert. Learning by doing.

Und dann bekommt Ihr sicherlich bald was zu Hören.

Ist doch langweilig…

… seit der Mowag ausgebaut ist und wir nichts mehr zum Basteln haben.

Mit dieser Einstellung gingen wir vergangenen Montag in den Baumarkt und kauften Sperrholzplatten um unseren Subaru auszubauen.

Die Tränen sind getrocknet, die Enttäuschung hat nachgelassen. Wir sind hoch motiviert eine tolle Reise anzutreten.

In den letzten Tagen bastelten wir also eine Konstruktion in unseren Subaru, ähnlich der die wir letztes Jahr zur Norwegenreise gebaut hatten. Nur etwas durchdachter.

Wir kauften mal wieder ein Zelt (unseres verliehen wir; schließlich sind wir nicht davon ausgegangen das wir es brauchen könnten) und ein Sonnensegel als „Vorzelt“ für unser Auto und bauten beides vorher probehalber auf.

Auch hier sind wir inzwischen schlauer nachdem unser Zelt, nicht probehalber aufgebaut weil „passt schon“, in Norwegen nach wenigen Tagen das Zeitliche gesegnet hatte.

Ich packte das Auto voll, räumte es wieder aus, packte erneut ein bis ich nun die beste Ordnung gefunden hab. Zumindest für den Moment 😉

Es sind nur noch ganz wenige Tage bis es losgeht und ich bin voller Vorfreude!

Soo viel Liebe für mich

In den letzten Tagen schickte ich ein paar Mails an Menschen die ich aus meinem Leben „streiche“. Einen deutlichen Schlussstrich quasi. Bei einigen hatte ich das Bedürfnis danach, ihnen zu sagen das sie für meinen jetzigen und kommenden Lebensweg nicht mehr „passen“.

Ich erntete Enttäuschung, Kränkung, vielleicht auch Zorn. So genau weiß ich das nicht.

Natürlich rechnete ich schon mit sowas. Ich geriet dennoch ein kleines bisschen mehr aus der Bahn als ich dachte.

Leicht fällt mir das nicht. Klare Entscheidungen treffen und dazu stehen. Ich weiß aber es ist richtig so und es wird leichter werden je mehr „Übung“ ich darin bekomme. Daran halte ich mich fest in diesen Momenten wo schlechte Gefühle in mir hochkommen.

Auf der anderen Seite bekam ich in den letzten Tagen aber auch so viele besonders schöne Zeilen zu lesen, die mich unglaublich berührt haben.

Liegt es daran das ich selbst inzwischen sehr viel Liebe ausstrahle und deswegen auch zurück bekomme oder habe ich nur plötzlich Augen für diese schönen Dinge bekommen?

Vielleicht ists auch eine Mischung aus beidem, ich weiß es nicht. Wie dem auch sei…

Ich bin sehr glücklich darüber!

Bin ich selbstverliebt…

… weil ich die Fotos meines Mannes und mir, die Rebekka gemacht hat, so unglaublich schön finde? Ich glaube nicht.

Wir freuen uns unheimlich über diese schönen Aufnahmen von uns und unserem Mowag.

Vermutlich werden wir uns eine davon noch als großes Poster oder Dibond bestellen.

Ist das Kunst… ?

Vergangenen Sonntag hatte ich einen ganz fantastischen Nachmittag.

Christian und Angelika waren bei mir zu Besuch.

Die beiden lernte ich auf dem Shooting Tag vor ein paar Wochen kennen. Christian ist bei dem Duo derjenige mit der Kamera in der Hand, Angelika die die sich davor positioniert.

An dem Tag selbst kam aber keine Zusammenarbeit zustande weil mein Mann und ich so zeitig wieder aufbrachen.

Glücklicherweise schrieb mir Angelika hinterher eine Nachricht das sie gerne was mit mir gemacht hätte.

Ich lud die beiden zu mir nach Hause ein. Für ein „kreatives Fotoshooting“.

Raus kam… etwas ganz anderes.

Wir quatschten übers Fotografieren, über die Szene und es dauerte über eine Stunde bis wir überhaupt mal mit dem eigentlichen Shooting anfingen. Ich fühlte mich mit den beiden direkt wohl.

Als wir dann „endlich mal“ loslegten ;), erzählte mir Christian das er auch ein Ringlicht besitzt, es bisher aber noch nicht ausprobiert hat. Ich fragte ihn direkt ob er seine Kamera dabei hat und forderte ihn zum gemeinsamen Fotografieren auf.

DSCF9865.JPGIch liebe so ein Miteinander!

Ich erzählte ein bisschen wie ich persönlich das so mache mit dem Ringlicht, Christian probierte aus und ich fotografierte natürlich selbst auch ein bisschen um das Tagesziel nicht komplett aus den Augen zu verlieren 😉

Es gibt ja so Fotografen die aus ihrer Arbeit ein Staatsgeheimnis machen. Ich bin da anders. Ich mag es mich auszutauschen, zu erzählen wie ich was mache und zu erfahren wie andere es machen. So kann man auf unkomplizierte, nette Art dazulernen.

Ich bin ja nun wirklich kein Profi aber das ein oder andere, und wenn es nur Kleinigkeiten sind, konnte sich doch schon jemand bei mir „abschauen“.

Zurück zum Shooting: Ich startete mit vielen Ideen im Kopf (vier verschiedene Sets hab ich mir ausgemalt), umgesetzt haben wir davon nicht viel. Wir machten „schlichte“ Portraits in einer weißen Lackcorsage und etwas kreatives mit kaputten Strumpfhosen.

„Ist das Kunst oder kann das weg?“

Ich war also schon mal deutlich „produktiver“. Dafür war es zwischenmenschlich so toll das ich, nachdem die beiden am frühen Abend wieder aufbrachen, voller Glückshormone war und aus dem Strahlen nicht mehr raus kam.

❤ lichen Dank Ihr Beiden für diesen schönen Nachmittag.


Und nun… die Werbung 😉

Boeses Maedchen Photographie auf Facebook und/oder Instagram

Ich im Eustress

Die letzten Tage kam ich gar nicht groß zum Schreiben. Ich hab so viel zu tun. Ich bin aber keinesfalls im negativen Stress. Ich bin im Eustress.

Mein Mann und ich erledigen die letzten Dinge an unserem Mowag bevor es in den großen Urlaub geht. Es sind nur noch Kleinigkeiten die wir ändern oder ergänzen. Aber insgesamt wird unser Gefährt immer praktischer.

Der große Urlaub steht nun übrigens fest.

Wir haben gestern Abend die Entscheidung getroffen wohin es jetzt letztendlich gehen soll und sind nun alle, Räubertochter inklusive, voller Vorfreude.

Ich hatte ein kleines, ganz persönliches Photoshop Drama. Ich erzählte hier bereits davon das mein Laptop ein Update machte weswegen Photoshop nicht mehr lief. Ich überlegte ein paar Tage hin und her, stellte alles auf den Kopf. Nun landete ich letztendlich bei Affinity Photo, kaufte es, lud es runter, installierte es, freute mich darüber das meine NIK Collection auch in Affinity funktionieren… weiter kam ich noch nicht. Ich müsste mich dringend reinfuchsen aber hab es noch nicht geschafft.

Eigentlich hatte ich es mir für heute Vormittag vorgenommen aber nun ziehe ich einen Kaffee mit einer Freundin vor, die ich schon eine Weile nicht mehr getroffen habe.

Ich schweife ab… ich sollte mich dringend reinfuchsen denn es stehen ein paar Shootings vor der Tür. Für eins dieser Shootings bringe ich gerade etwas Ordnung in unsere Scheune. Das ist ein Haufen Arbeit, den ich bis Samstag erledigt haben muss. Ein Paar, das ich beim Schlangenshooting bereits vor der Kamera hatte, besucht mich zuhause für ein weiteres Shooting. Darauf freu ich mich sehr denn es werden einerseits Fotos auf die ich wirklich, wirklich Lust habe und auf der anderen Seite sind diese beiden Menschen mir unheimlich sympathisch.

Zu mir kommt außerdem noch eine Dame, die ich beim Shootingtag kennengelernt habe. Mit ihr werde ich mal wieder ein paar kreative Portraits erstellen.

Neben diesen beiden Shootings plane ich noch eine Art Fotoprojekt und bin da ebenfalls „im Stress“ und fleißig am Organisieren, mit Menschen in Kontakt treten… aber ein andermal mehr dazu 😉

Wenn ich also mein Bildbearbeitungsprogramm unter Kontrolle bekomme, seht Ihr hier bald wieder ein paar frische Arbeiten.

Vorgestern ging ich seit langer, langer Zeit mal wieder bummeln. Das ist nicht so mein Ding weswegen ich es nicht oft mache aber diesmal machte es mir total Spaß.

Ich suchte nämlich nach Klamotten die besser zu meinem „neuen Ich“ passen.

Ich kaufte mir mal wieder Chucks (oh weh.. die letzten kaufte ich da war ich noch in der Punkszene unterwegs) und eine lange Latzhose und anderen Kram. Mein Mann sagte ich würde nun aussehen wie eine linke Ökotante aber ich fühle mich wohl! 😉

Das kommt scheinbar auch bei anderen an denn gestern bekam ich ein wunderschönes Kompliment von der Verkäuferin des heimischen Getränkemarkts zu hören: „Du strahlst so von innen heraus!“ ❤

Außerdem besuchten mein Mann, Lütte und ich eine Bekannte die ganz überraschend wieder Kontakt zu mir suchte, nachdem er vor einigen Monaten abbrach.

Der Nachmittag war schön, aufwühlend und gleichzeitig erkenntnisreich.

Die Fotos meines Mannes und mir sind derzeit in Bearbeitung. Wir kämpften uns durch und entschieden uns letztendlich für viel mehr Fotos als ursprünglich gedacht. Wartet mal ab.. Ihr bekommt sie auch bald zu sehen 😉

Vor unserem Urlaub würde ich mich gerne nochmal tätowieren lassen und warte nun auf Rückmeldung des Studios. Ich wünsche mir drei Symbole am Handgelenk die meinen neuen Lebensweg, den ich gerade einschlage, beschreiben sollen.

So.. das war nun also mein runtergesprudeltes Update. Jetzt breche ich zum Kaffee auf 😉

 

 

Ich vor der Kamera

Mein Mann und ich traten vergangene Woche gemeinsam vor die Kamera. Mein Mann kennt das noch eher als ich denn er muss mir hin und wieder Model stehen aber ich vor der Kamera… ist doch eher selten.

Anfang Juni schrieb ich Rebekka.

Im Zuge meiner „neuen“ Website wünschte ich mir Fotos. Mit dem Mowag. „Werbefotos“ quasi. Ich entschied mich dann allerdings um und wollte lieber Fotos gemeinsam mit meinem Herzensmenschen. Was nicht nur was mit dem Termin zu tun hatte…

Schnell war nämlich via Mail ein guter Termin gefunden. Der 3te Juli um 16 Uhr bei uns zuhause.

Genau das Datum an dem ich meinen Mann das erste mal sah. Vielleicht sollte es ja doch ein Paar- statt ein Werbeshooting werden?!

Die Räubertochter kam um 15 Uhr zum Babysitter damit wir auch ja unsere Ruhe haben. Allerdings müssten wir sie heute schon um 17.30 wieder abholen. Hmm.. na wir werden das schon hinbekommen. Anschließend düste ich nach Hause.

Och nee.. nun kam auch noch eine Nachricht von Rebekka das sie festhängt und es etwas später werden könnte. Da kam ein bisschen die Panik in mir auf. Schaffen wir das zeitlich?

Keine zehn Minuten nach 16 Uhr stand Rebekka in unserem Hof.

Wir quatschten ein wenig, ich fühlte mich sofort wohl mit ihr, mein Mann parkte den Mowag im Grünen mit schönstem Gegenlicht und dann ging es los. Völlig entspannt und von Verspätung war nichts zu spüren.

Rebekka gab auf liebevolle, geduldige Art ein paar Ideen vor, denen wir folgten. Wir drei „Landeier“ fanden schnell einen gemeinsamen Nenner und quatschten über Natur, Blumenwiesen, Wälder, Bienen und die kleinen Unterschiede zwischen Stadt- und Landfamilien 😉

Dann lief es wie von selbst. Liebling und ich kuschelten uns aneinander, schmusten und küssten uns wie im romantischstem Kitschstreifen. Als unnatürlich oder geschauspielert habe ich es aber gar nicht empfunden und schneller als ich gucken (oder knutschen) konnte waren die Fotos schon im Kasten.

Welches Zeitproblem?!

Es blieben sogar noch ein paar Minuten um nochmal eine Runde übers Fotografieren zu fachsimpeln bevor wir wieder los mussten.

Nun warten mein Liebster und ich gespannt auf die Ergebnisse.

Danke das Du bei uns warst, Rebekka.


reepunzel-photographie.de

fb.com/reepunzel.photographie

Aufs Wesentliche fokussiert

Letzte Woche, so mein Anschein, war ich etwas schreibfaul. Die Woche davor küsste mich die Muse aber nun kam ich irgendwie nicht mehr so zum Schreiben.

Das liegt aber daran das mein Mann und ich mega fleißig an unserem Mowag gebastelt haben.

Neben dem neuen Tank, von dem ich schon ein Foto gezeigt habe, verbastelte mein Mann natürlich sämtliche Leitungen und Elektrozeug dazu.

Ich nahm ein paar kleine, praktische Veränderungen durch, die aber dennoch ein bisschen Zeit und Geduld abverlangten.

Unsere beiden Sitzbänke bieten jede Menge Stauraum.

Anfangs für Klamotten, Geschirr und anderen Kleinkram gedacht, sind sie nun das Zuhause von Stromkabel, Gaskocher, Holz und Spülschüssel. Über meine Umräumaktion schrieb ich bereits hier.

Beide Bänke schlossen wir mit Klappen, also mit Scharnieren, die leider bei unseren wenigen Trips die wir nun hinter uns haben, ausgeleiert sind.

Ich entschied es simpler zu bauen.

Mein Mann sägte mir die Bretter, auf denen man sitzt, ein paar mal durch und ich baute ganz schlichte Deckel daraus. Damit nix wackelt oder rutscht verschraubte ich auf der Unterseite der Deckel ein paar Leisten. Anheben kann man sie bequem an einem Seil für das ich zwei Löcher in die Platte bohrte. Das Seil verknotete ich auf der Unterseite.

Nun kann da also nichts mehr ausleiern oder kaputt gehen. Außerdem fällt das Ein- und Ausladen viel leichter denn man nimmt die Deckel bequem ab, stellt sie vor der Truhe auf den Boden und hat beide Hände frei. Mit den Klappen davor war das etwas komplizierter denn ich musste mit einer Hand halten und mit der anderen beladen weil mir bisher keine Lösung zum Fixieren der Klappe eingefallen ist. Ich finds super so!

Einfach. Simpel. Fokussiert aufs Wesentliche.

Ich wurde „gespotted“

Gestern Vormittag bekam ich eine Nachricht von einer „Kindergarten-Mama“. Also einer Mama deren Kinder in den selben Kindergarten gehen wie unsere Räuberin 😉

Sie schickte einen Link und schrieb dazu „Meint der dich??? :)“ Der Link führte mich zu einer Spotted Facebookgruppe.

Ich musste erstmal Google fragen was diese Spotted Gruppen überhaupt bedeuten. Solche Gruppen sind für Menschen die den richtigen Moment verpasst haben die Person, die ein schnelleres Herzklopfen bei ihnen ausgelöst hat, zu erreichen.

Eine zweite Chance via Internet. Aha. Und in so einer Gruppe soll nun von mir die Rede sein? Oh weh.

Ich öffnete den Link und ja, es war offensichtlich. Der meint tatsächlich mich.

Gesucht wurde eine „nette verkeuferin“ aus genau dem Laden, in dem ich zuletzt gearbeitet hab. Auch die entstellte Version meines Nachnamens, ich trug immer ein Namensschild, passte irgendwie zu mir.

Ein bisschen peinlich war mir das schon in so einer Gruppe aufzutauchen. Ich war sehr dankbar darüber das ich nicht direkt darunter verlinkt wurde sondern mir der Link vorab geschickt wurde. So konnte ich selbst entscheiden ob ich darauf reagieren möchte.

Dann fühlte ich mich aber auch etwas geschmeichelt. „Nett“ und „süßes Lächeln“…

Na offensichtlich war ich keine Kratzbürste an der Kasse gewesen.

Trotzdem geht es in diesen Gruppen ja primär ums Verlieben, nichts an dem ich Interesse habe. „Ich könnte das ja jetzt einfach ignorieren“, so ein Gedanke von mir.

Ich stöberte mal ein bisschen durch und zog im Geiste meinen Hut vor all denen die sich trauen über diese Plattform nach jemanden zu suchen, der nicht mehr aus dem Kopf geht.

Wie ich nämlich so die ganzen Kommentare unter diesen Beiträgen durchging.. wurde mir einfach nur schlecht wie Menschen miteinander umgehen.

So möchte ich definitiv nicht sein. Und auch ignorieren ist keine Option.

Mein neues Ich beschloss es wäre vernünftig und respektvoll den Suchenden nicht in der Luft hängen zu lassen, wenn ich denn schon weiß das er mich sucht. Ich verfasste also eine nette, witzige aber aber doch eindeutige Antwort (diese könnt Ihr unten lesen) darunter und hoffe das er nicht allzu traurig ist.

Für mein Wohlbefinden, für mich selbst, habe ich die Sache nun auf jeden Fall positiv gelöst.

 

spotted.png

„… und auch heute finden wir etwas wofür wir dankbar sind“

Die dritte Yogastunde liegt hinter mir. Nächste Woche muss ich leider darauf verzichten weil die Gute nach Indien reist.  Es sei Ihr gegönnt.

Meine bisherigen Yogastunden haben mir sehr gut getan.

Ich konnte mich wunderbar darauf einlassen, hinterfragte nichts, machte mir keine Gedanken wie blöd ich womöglich gerade aussehe sondern war ganz fokussiert auf das was ich gerade mache.

Hin und wieder schweifen die Gedanken etwas ab aber ich hole mich dann ganz sanft wieder zurück ins hier und jetzt.

In der letzten Stunde war ich nach wenigen Minuten sogar ständig am Gähnen. Und als sich die Stunde dem Ende neigte spürte ich eine angenehme Müdigkeit und Schwere.

Wir machen kein Poweryoga bei dem ich am Ende frustriert rausgehe weil ich, sportlich wie eine Kartoffel, keine Übung ordentlich zustande bringe.

Es ist genau die Art Yoga die ich brauche. Entschleunigung, Achtsamkeit, Meditation, Entspannung.

Ich bin ein bisschen angefixt 😉

 

 

Kalender Adé

20180209_140252.jpg

Vergangene Woche packte mich das Bedürfnis mich von meinem Kalender zu verabschieden.

Meine Buchkalender waren immer etwas besonderes für mich.

Sie dienten nicht nur dazu all meine Termine im Blick zu behalten sondern auch als Tagebuch, Erinnerungsstücke an alte Zeiten. Lange Zeit blätterte ich immer mal wieder darin, erinnerte mich zurück, schaute Fotos ein die ich eingeklebt hatte…

Bereits im Februar diesen Jahres nahm ich all meine alten Kalender und verbrannte sie. Um „loszuzulassen“.

Ich behielt nur den aktuellen. Aber auch dieser durfte nun das Zeitliche segnen.

Jetzt wo ich keinen festen Job mehr habe, somit auch weniger feste Termine, beschloss ich ihm lebewohl zu sagen.

Meine Termine halte ich im Familienkalender, der in der Küche hängt, fest und schöne oder nachdenkliche Momente schreibe ich in mein Tagebuch… oder hier rein 😉

Eine kleine Aktion… dennoch fühle ich mich dadurch ein bisschen freier.

Mutierte Tomatenpflanzen

Ich habe Tomatenpflanzen in alte Autoreifen gesetzt. Davon schrieb ich hier vor einiger Zeit.

Ich gebe mir wirklich sehr viel Mühe. Wässere jeden Abend und geize brav aus.. wie man das halt so machen soll.

Wenn wir nicht da sind kümmert sich unser Nachbar liebevoll um meine Pflänzchen. Eine Freundin sprach ihre Bedenken aus. „Könnte etwas zu viel Sonne sein hier.. aber probiers halt mal.“. Na gut. Ich probiers halt mal.

Inzwischen sind die Pflanzen wirklich enorm gewachsen, was mich ganz stolz macht.

Wie gesagt würde ich nicht behaupten das ich einen grünen Daumen habe. Überlebt eine Pflanze oder Blume bei mir ist das also schon ein riesengroßer Erfolg.

Vor ein paar Tagen entdeckte ich dann aber das hier…. was sagt Ihr nun?! 😀

DSCF9609.JPG

 

Ich=positiver Einfluss

Als mein Mann und ich vergangenen Sonntagabend vom Mowagen zurück kamen, checkte ich meine Mails. Ich hatte an diesem Wochenende keinerlei Empfang.. worüber ich nicht mal böse war 😉

Ich bekam eine Mail die genau da anschloss wo einer meiner letzten Beiträge aufhörte.

Ich beeinflusse meine Mitmenschen positiv! Das fühlt sich großartig an und zeigt mir so deutlich das ich auf dem richtigen Weg bin!

Weiterlesen

Facebook Abo

Mich kann man jetzt auf Facebook „abonnieren“.

Heureka. Was für eine megawichtige fantastische Sensation…

Ich nutze Facebook kaum noch. Meine treuen Leser wissen das bereits und ich bekomme bei Facebook auch nur noch sehr wenige Mails. Danke an dieser Stelle an die Menschen, die mir ganz normale E-Mails schreiben 🙂

Auch das mit den Freundschaftsanfragen habe ich inzwischen in den Griff bekommen. Ich kam nämlich dahinter wie man diese Funktion abstellen kann. Man man man.. ich scheine zu verkalken.  Weiterlesen

Wofür bist Du am meisten dankbar?

„Unser Ziel ist es zwischenmenschliche Beziehungen durch bedeutende Gespräche und persönliche Zeit offline in einer schnelllebigen Welt zu fördern.“

„Weniger Smalltalk, mehr aufrichtige Gespräche“

Das waren die ersten Zeilen die ich über Vertellis las, was inzwischen schon über ein halbes Jahr her ist.

Ich wurde durch meinen Mann darauf aufmerksam gemacht und beschloss sofort die „normale“ und die Partneredition zu bestellen.

Inzwischen ist auch die Familienedition auf den Markt gekommen.

Vertellis ist ein Kartenspiel. Auf diesen Karten stehen Fragen. Für einen einzelnen, für die Gruppe.. manchmal werden einem auch Aufgaben gestellt.

Das „Spiel“ besteht also „nur“ daraus Fragen zu beantworten um sich näher zu kommen, einander kennen zulernen, wertvolle Gespräche zu führen statt vor dem Handy oder dem Fernseher zu hängen.

So simpel aber so schön!

Auf das Spiel an sich möchte ich hier nun nicht näher eingehen. Informiert Euch bitte über die Website (hier) oder auch über Facebook (hier). Vielleicht ist es ja auch was für Euch.

Ich möchte Euch stattdessen eine kleine Geschichte dazu erzählen, die mein Herz erwärmt hat.  Weiterlesen

Tauschgeschäfte

20180530_141545In der letzten Zeit häufen sich bei mir die Tauschgeschäfte.

Ich bin kein Fan davon Münzen oder Scheine hin und herzuschieben.

Stattdessen liebe ich es zu tauschen. Am liebsten die frischen Eier unserer Hühner gegen andere Lebensmittel.

Diese Woche tauschte ich eine Packung Eier gegen Schnittlauch und Rucola aus dem Garten.

Davor nahm sich jemand Holunderblüten aus unserem Garten und machte sich Gelee daraus. Ein Glas davon landete wiederum bei uns. 

Die Woche davor bekam ich einen Salatkopf.

Natürlich könnte ich unsere Eier auch verkaufen. Auf diesem Weg komme ich aber zu Dingen die ich selbst nicht habe oder mir selbst nicht die Arbeit machen möchte… vor allem aber macht es mir Freude zu schenken/tauschen.

Wenn ich höre „Ich hatte heute Morgen eins Eurer Eier zum Frühstück und es war sooo lecker“ ist das viel mehr Wert als ein paar Münzen.

Ende mit Schrecken

Der vergangene Freitag war für mich emotional sehr aufregend.

Am Vormittag war ich voller Glücksgefühle wegen des erfolgreichen TÜV-Termins, wir fuhren spontan mit unserem „Oldtimer“ zum nächstgelegenen Campingplatz und entschieden das Wochenende dort zu verbringen, am Nachmittag erfuhr ich das mein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird.

Ich bin ab 1. Juni ohne Arbeit. 

Ich hatte am Freitag die Spätschicht. Das mein Vertrag auslief wusste ich ja. Die letzten Male wurde er immer kurz vor 12 verlängert, ich dachte mir also nichts weiter.

Am Freitag rief ich dann aber doch mal den Bereichsleiter an um nachzufragen wie es weitergehen soll… Gar nicht. Aha.  Weiterlesen

Schlangenshooting – wortreiches Fazit

20180427-IsiLife-DSC09340.jpgBereits vor über zwei Wochen stand mein Schlangenshooting mit Fotografenkollegen Andreas an, von dem ich hier und hier schon berichtete.

Nun möchte ich gerne davon erzählen.

Ich hatte an diesem Tag frei was mir sehr recht kam. Eher ungeplant war dass das Shooting auf ein Kinderwochenende fiel.

Wir, mein Mann und ich, holten also meine beiden Stiefkinder ab und brachten sie mitsamt der Jüngsten zu meinen Schwiegereltern.

Am späten Nachmittag brachen wir wieder nach Hause auf. Dort packte ich all meine Sachen zusammen und wir machten uns bereit für den Abend. Mein Mann begleitete mich wieder, wie auch beim letzten Besuch im Doros.

Kurz nach 18 Uhr ging es los. Auf der Fahrt war ich wahnsinnig aufgeregt.

Mein Mann konnte mich nur wenig beruhigen. In mir kochte ein, selbst verursachter, hoher Erwartungsdruck.

Vor Ort angekommen, mit viel Gepäck unterm Arm, trat ich in den Club ein. Die Aufregung legte sich leider nicht.  Weiterlesen

„Wie erzieht Ihr denn Eure Kinder?“

Mein Liebster und ich waren vergangenen Samstag in der alten Heimat.

Vielmehr meine alte Heimat und sein Zwischenstopp, bei dem er mich netterweise kennengelernt hat.

Wir gingen auf eine Veranstaltung im Cult Club, zuvor kehrten wir aber im Pub ein in dem ich früher fast täglich ein und ausging. Ein bisschen Melancholie lag also in der Luft. In diesem Pub hatten wir auch unsere erste richtige Verabredung.

Auf die „alten Tagen“ bestellte ich uns Pommes. Wie bei unserem Date damals.

Die Pommes schmeckten nicht mehr so gut wie damals. Auch der Pub hatte sich verändert. Das Publikum sowieso.

Nichts desto trotz… kamen wir mit drei jungen Kerls ins Gespräch, die vom Fußball kamen.  Weiterlesen

Fotografieren im Swingerclub

Vor einigen Tagen waren mein Mann und ich im Swingerclub.

Klingt für manche wohl erstmal schräg… ist aber ganz harmlos.

Ein Fotografenkollege (von ihm war hier und hier schonmal die Rede) lud mich ein, ihn zum Fotografieren zu Begleiten. Ich sollte „Making Ofs“ und „andere Perspektiven“ einfangen, während er 4-5 Paare, die sich vorab angemeldet hatten, erotisch in Szene setzte.

Nun mache ich derzeit mal wieder eine schlimm(ere) Phase durch. Ich war mir also nicht sicher ob ich ihn begleiten soll.  Weiterlesen

Schnipp Schnapp 2ter Teil

Kurz nach Weihnachten schnitt ich mir radikal die Haare ab. Das hab ich hier schon kurz mitgeteilt.

Den Gedanken hege ich schon viele Jahre. Immer mal wieder.

In Phasen in denen meine Haare mal wieder furchtbar aussahen, sie verschnitten wurden… oder mich mein Haarschnitt irgendwie langweilte. Immerhin trage ich ihn schon sehr lange. Er gehört irgendwie zur Subkultur dazu… die mich auch immer mal wieder langweilte. Dazu ein andermal mehr.

Kurz vor Weihnachten überkam mich erneut dieser Gedanke. Ich war gerade in der Arbeit. Als ich mittags nach Hause kam sagte ich zu meinem Mann:

„Ich glaub ich rasier mir die Haare ab.“  Weiterlesen

Räubertochter im Småland

20171102_104810Gestern, an Allerheiligen, machten Göttergatte, Räubertochter und ich einen kleinen „Ausflug“.

War ja Feiertag. Zeit für die Familie.

Den Plan nach Leipzig in den Zoo zu fahren verwarfen wir als wir uns den Wetterbericht anschauten.

Indoorspielplatz? Keine Lust mit der Kleinen toben zu gehen.

Wir fuhren spontan ins Nachbarbundesland, dort war schließlich kein Feiertag, und gingen ins schwedische Möbelhaus. Nach Barhockern für die neue Küche schauen.

Dort angekommen war die Räubertochter eigentlich schon wieder bereit für ein Nickerchen, sie wollte aber dennoch ins Bällebad.

Wie jetzt? Tochter alleine da rein? 

Ich haderte kurz mit mir selbst.. bin ich dafür bereit? Sie alleine da drin? Die Betreuer kennt sie doch gar nicht! Und müde ist sie doch eh… darf sie mit ihren 3 Jahren da überhaupt schon rein?

Wir mussten ein paar Minuten anstehen und warten und ich ging in mich und redete mir selbst gut zu.

Ich sage immer das man seinen Kindern ja Flügeln geben muss.. sie sollen die Welt entdecken und man darf sie nicht klein halten bla bla bla… 

Ich überwand mich also. Räubertochter durfte alleine zu fremden Kindern, ins fremde Bällebad zu den fremden Betreuerinnen… wird schon schief gehen.

Als es dann endlich soweit war spazierte sie rein, bekam ihr Namensschild, stellte ihre Box mit Jacke und Schuhen ins Regal und zog los. Ohne sich nochmal umzudrehen.

Mein Mann und ich blieben noch einen Moment stehen und beobachteten wie sie in die „Fluten“ sprang. Dann gingen wir weiter.

Keine 10 Minuten später… „Die kleine XXX möchte aus dem Småland abgeholt werden.“

Und deswegen hab ich mir jetzt so nen Stress gemacht?! 😀

Trotzdem war ich stolz auf unser Mädchen das sie alleine etwas Neues entdeckt hat und auch auf mich.. das ich ihr, wenn auch nur für einen Augenblick, Flügel gegeben habe 😉

Alles neu macht der… Oktober

Hier ist gerade mächtig was los. Mein Mann und ich bauen fleißig die Küche um und auch hier auf meiner Website passiert ein bisschen was.

Meine Freundin T. gab den Anstoß. Mit ihr unterhielt ich mich nämlich mal wieder über meine Fotografie und kam darauf das ich das „eigentlich“ ja noch intensiver betreiben möchte aber ich kaum Leute finde die sich vor meine Kamera stellen.

Wie wär’s mit einem Aushang?

Warum eigentlich nicht? Suche Biete Aushänge, schwarze Bretter und ähnliches gibt es sogar bei uns auf dem Dorf.

So brainstormten wir also ein wenig über Aushänge, Flyer, Design und so weiter…

Bis ich dann wieder vor der Frage stand welchen Internetlink ich denn da drauf drucken soll denn mein Landleben Blog und meine Fotos gehören irgendwie zusammen, irgendwie aber auch wieder nicht.

Ich gestaltete die letzten Tage also ein bisschen um. 

Die Menüführung trennt jetzt ganz klar Landleben und Fotografie, eine andere Domain sollte her, es gab ein neues „Headerfoto“ (gibt es dafür eigentlich auch einen deutschen Begriff?) für das ich mich draußen ins nasse Laub schmiss (Punkt fürs Glückstagebuch! Nass aber glücklich), passend zum mehr oder weniger neuen Namen.

Und in den nächsten Tagen werde ich wohl auch die Idee mit den Flyern in die Tat umsetzen 🙂

Geschützt: Wochenplanung 2ter Teil

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Wochenplanung

Allem gerecht zu werden empfinde ich manchmal als ziemlich große Herausforderung.

Ich bin Kassiererin, Ehegattin, Mama, Familienmitglied, Fotografin, Freundin, Tochter… und dann, was auch unheimlich wichtig aber ich oft vergesse, ich selbst!

Das alles unter einen Hut zu bringen ist manchmal gar nicht so leicht und oft geht dabei auch irgendwas oder irgendwer unter.

Drum habe ich mir nun vorgenommen meine Woche besser durchzuplanen.

Ich bin Jungfrau, Planung ist voll mein Ding! 😀

Ich möchte in den nächsten Wochen darauf achten feste Zeiten

  • für mich selbst, Schreiben, Fotografie
  • für meinen Mann und mich als Paar
  • meine Tochter
  • und auch für uns als Familie einzuplanen.

Besonders die Kleine liegt mir am Herzen denn wir verbringen irgendwie kaum Zeit miteinander. Oder anders gesagt es läuft halt so nebenher und das gefällt mir nicht.

Letzte Woche fing ich schon damit an mit ihr Kuchen zu backen und sie intensiv mit einzubeziehen. Für diese Woche, morgen Nachmittag, habe ich einige Bastelsachen organisiert. Kleber, buntes Tonpapier, Glitzer, Moosgummi.. ob dabei was hübsches, sinnvolles rauskommt ist für mich zweitrangig 😉

Und damit ich erstmal reinkomme in meinen neuen Vorsatz habe ich mir nun für die nächsten vier Montage eine Checkliste in den Kalender gekritzelt.

Für die laufende Woche sind alle Punkte abgehakt. Drückt mal die Daumen das es nächste Woche genauso gut klappt 🙂

20170913_091938

Shooting Tag in Erlangen

Heute, an meinem vorletzten Urlaubstag, war ich in Erlangen zum Fotografieren.

Es war mein dritter und bisher kleinster Fotowalk.

Nur geschätzt 30 Teilnehmer waren angereist um mitzumischen.

Ich hatte mich vorab locker mit einem Mädel verabredet, das normalerweise selbst fotografiert. Sie sei kein klassisches Model sagte sie mir, was ich bei Street sowieso super finde. Mir geben diese übertriebenen Fashion Posen auf öffentlichen Plätzen irgendwie nicht so viel.

Ich lies mich von ihr finden und schnell waren wir eine Gruppe von sechs Mann die gemeinsam loszogen.

Den ersten Treffpunkt verpassten wir, beim zweiten war vom Walk leider schon gar nichts mehr übrig. 

Das fand ich ziemlich schade. Auch unsere Gruppe löste sich dann zügig auf, meine Verabredung brachte mich zu meinem Auto, auf dem Weg dorthin machten wir noch ganz entspannt ein paar Fotos und unterhielten uns sehr gut.

Wir waren irgendwie auf einer Welle und soo traurig war ich dann gar nicht mehr das sich der Walk so schnell auflöste.

Dieses Glück, Menschen vom selben Schlag zu treffen, habe ich in letzter Zeit wohl öfter.

Mein „Onlinedate“ gestern hat nämlich auch richtig viel Spaß gemacht und wird bestimmt nicht das Letzte gewesen sein 🙂

Onlinedating

Als ich etwa 13 oder 14 Jahre alt war entdeckte ich das Chatten für mich.

Im Antenne Bayern Chat, später spin, lernte ich viele nette Leute kennen und traf mich auch mit einigen.

Meine Freundin T. zum Beispiel, die seit über 10 Jahren eine Rolle in meinem Leben spielt und heute Patin der Räubertochter ist.

Auch mein Freund Bugs, der in Hessen lebt, hat seinen festen Platz in meinem Herzen auch wenn wir nicht mehr allzu viel Kontakt haben.

Ich verliebte mich sogar über das Internet.

Und startete in mein Liebesleben direkt mal mit einer Fernbeziehung. Mein erster Freund lebte im Allgäu, uns trennten etwa 270km die wir, beide Schüler, ausschließlich mit dem Zug bestritten.

Knapp 10 Menschen traf ich nach vorherigem Kennenlernen via Internet. Nur sehr wenige dieser Treffen fielen negativ aus.

By the Way.. Nein ich hatte bei all diesen Treffen nie Angst mir könnte etwas passieren. Ich habe immer dementsprechend Vorbereitungen getroffen (nur auf öffentlichen Plätzen, Freunde und Familie informiert, mich nach 30 Minuten anrufen lassen und so weiter) und der schlimmste Fall war ein schweigsamer, langweiliger Computernerd.

Das intensive Chatten gab ich auf als mein Mann und ich hierher zogen.

Ich hatte einfach nicht mehr das Bedürfnis danach. Inzwischen hat Facebook bestimmt sämtliche Chaträume abgelöst. Aber via Fb neue Leute kennenlernen? Geht sowas? Ich weiß nicht.

Ich nehme grundsätzlich keine Fremden an, möchte Ihnen aber dennoch eine Chance geben. So bekommen fremde Leute die mir eine Anfrage schicken erstmal eine Mail ob wir uns denn kennen. Entwickelt sich daraus dann ein gutes Gespräch.. schön. Meist kommt dabei aber nichts raus.

Anfang Juli passierte mir dann aber was ganz Skurriles.

Ich bekam eine Freundschaftsanfrage von einem jungen Mann geschickt dessen Chronik kaum was aussagte. Auf den wenigen Fotos die er drin hatte erkannte man nirgends sein Gesicht. Sein Profil Foto zeigte ihn von hinten mit einer Waffe.

Ich rollte mit den Augen, fragte mich was das wohl wieder für ein Spinner ist und schickte meine obligatorische Mail.

OnlinedatingZiemlich schnell entwickelte sich ein recht nettes Gespräch, wir entdeckten ein paar Gemeinsamkeiten (er wohnte in der selben Großstadt wie ich und lebt inzwischen nicht weit von meinen Eltern entfernt) und ich hatte so das Gefühl das wir auf einer Welle waren. Das fand ich einigermaßen suspekt.

Wir schrieben weiter bis wir Ende Juli Handynummern austauschten und unser mal mehr mal weniger tiefsinniges Gesabbel seitdem via WhatsApp weiterführen.

Jetzt bin ich aber niemand der auf reine Schreibkontakte steht und irgendwann wissen will mit wem er es zu tun hat.

Und so kam es dazu das wir ein persönliches Kennenlernen, in der Zeit in der ich auch meine Mama besuche, vereinbarten.

Morgen, am frühen Samstagabend, werden wir sehen ob diese eigenartige Verbindung einem persönlichen Treffen standhält.

Ich bin ziemlich gespannt 😉

Zwei Wochen…

Zwei Wochen Norwegen

Ohne Make-Up. Ohne Nagellack. Ohne Glätteisen.

Ein Auto. Ein gerissenes Zelt. Vier Länder.

Heute Morgen um 6 Uhr kamen meine Familie und ich von unserem Norwegentrip zurück.

Eine neue spannende Erfahrung für mich.. denn wir hatten weder Unterkunft noch ein klares Ziel. Wir fuhren durchs Land und hielten an wo es uns gefiel.

Hinter mir liegen zwei Wochen ganz ohne Schnick Schnack.

Ich trug an keinem einzigen Tag Make Up und auch meiner Nagellacksucht trotzte ich. Das ich nicht jeden Tag warmes Wasser zum Duschen hatte (und wenn: 5 bis 15 Kronen für 3 bis 8 Minuten warmes Wasser.. wie soll man in der Zeit Roggenmehl auswaschen?!) nutzte ich gleich mal aus um NW/SO auszuprobieren. Sprich ich wusch meine Haare zwei Wochen lang nicht („Iiiiihhhhh“). Erfahrungsbericht folgt.

Facebook lief, wie vor dem Urlaub auch schon, auf Sparflamme. An den regenreichen Tagen surfte ich mal ein bisschen. Da stand mir aber auch Wlan zur Verfügung denn ich bin viel zu geizig um mein Datenvolumen für sowas zu verpulvern.

Das nutzte ich lieber um hin und wieder ein paar für mich wichtigen Menschen zu schreiben. Auf soziale Kontakte will und mag ich nicht verzichten. Auch nicht auf so einem minimalistischem Trip.

Fernsehen konnten wir nicht, fehlte mir aber noch weniger als ich es erwartet hatte. Ich dachte nicht einen Moment dran wie schön es vielleicht sein könnte jetzt mal durchzuzappen. Am letzten Abend gönnten wir uns eine Hütte in der wir sogar Fernsehen hatten… die Norweger gucken genau den gleichen Rotz wie wir 😉

Mein persönliches Fazit unseres Trips:

Ich brauche nicht viel Luxus. Dennoch habe ich gerne ein festes Zuhause und eine gewisse Ordnung.

Meine Ernährung und auch mein Sportprogramm blieben völlig auf der Strecke. Mir fehlte irgendwie meine Routine. Ein bisschen genießen wollte ich aber auch. Letztendlich stelle ich aber erneut fest das es mir besser geht wenn ich mich gesund ernähre und bewege. Ach was?!

Hier nun ein kurzer Reisebericht für Euch. Fotos folgen 🙂

Samstag 12.8. / Oberfranken, Grenze Dänemark, Schweden: Frühstück, Auto packen, wir starten schon Mittag statt wie geplant am Abend weil es mein Mann nicht erwarten kann. Ich kaufe noch zwei Bücher und ein paar Flaschen Wein und dann geht’s los. Wir schaffens bis über die schwedische Grenze und legen uns gegen Mitternacht auf einem Rastplatz in der Nähe von Malmö ins Auto zum Schlafen.

Sonntag 13.8. / Schweden, Norwegen: Wir brechen schon morgens um 6 Uhr auf und fahren weiter durch Schweden über die Brücken nach Norwegen. Mittags sitzen wir am Meer in Moss und spielen mit der Lütten im Sand. Nachdem wir eingekauft haben finden wir einen schönen Rastplatz an einem See. Wir kochen Spaghetti und trinken Wein bis wirs uns wieder im Auto gemütlich machen.

Montag 14.8. / Norwegen: Morgens springe ich in den eiskalten See. Mittags gibt’s lecker Lachs mit Gemüse auf einem schönen Platz in der Nähe einer Staumauer, die Räubertochter mit Begeisterung anschaut. Abends finden wir ein Plätzchen an einem reißenden Fluss auf dem Rafting Boote unterwegs sind. Nachts reißt leider unser Zelt.. ziemlich nasse Angelegenheit.

Dienstag 15.8. / Etnadal: Wir brechen im Nieselregen auf, fahren über Stock und Stein und sehen freilaufende Schafe und Kühe auf den Straßen. Wir beschließen einen Campingplatz aufzusuchen um nach der nassen Nacht im Zelt heiß duschen zu können. Abends gibt es Spaghetti und unser kaputtes Zelt sieht mit zwei zusätzlichen Abdeckplanen fast aus wie neu 😉 Mein Mann und ich sitzen am Abend unter der Plane im Regen während Tochter schon schläft.

Mittwoch 16.8. / Etnadal: Wir verbringen den Tag auf dem Campingplatz. Ich freu mich über die Kleinigkeit mich richtig waschen zu können und Räubertochter sitzt den ganzen Tag vor dem Kiosk und streichelt den Hund der Campingplatzbesitzer. Das tut ihr wirklich gut denn die ersten Tage jammert sie viel weil sie unsere Hündin so vermisst.

Donnerstag 17.8. / Bagn, Dokka: Mit einer Draisine fahren wir geschätzt 30km auf alten Bahnschienen zu einem See. Papa und Tochter spielen im Sand und bauen Staumauern. Zurück auf dem Campingplatz grillen wir Chicken Wings und Maiskolben. Der Hund wird wund gestreichelt während mich mein Mann beim Billard abzockt.

Freitag 18.8. / Hardangervidda: Herzliche Verabschiedung der Campingplatzbesitzer. Die Sonne lacht. Auf der Hardangervidda halte ich unsere Kleine barfuß in den Schnee. Wir besichtigen eine rießige Staumauer und essen im strahlenden Sonnenschein Fisch zu Mittag. Unterhalb der bekannten Wasserfälle finden wir einen schönen Zeltplatz am Fluss und ich betrinke mich aus guter Laune heraus mit Rotwein was ich noch in der Nacht bitter bereue 😉

Samstag 19.8. / Oystese: Unser Zelt blieb trotz heftigem Regen trocken. Ich freue mich über Rührei zum Frühstück, anschließend gucken wir Wasserfälle. In der Nähe von Oystese kehren wir auf einem schönen Campingplatz ein.

Sonntag 20.8. / Bergen: Heute machen wir einen Ausflug nach Bergen und essen überdimensional großes Softeis am Hafen.

Montag 21.8. / Fähre: Wir gönnen uns ein Frühstück im Cafe des Campingplatzes. Anschließend geht es mit der Fähre über den Fjord und wir finden einen tollen Rastplatz mit glasklarem Fluss und See. Wir schlafen im Auto, trotzdem ist es in dieser Nacht bitter kalt.

Dienstag 22.8. / Kristiansand: Wir sind zeitig wach, kommen aber trotzdem erst mittags los weil wir uns mit einer Familie aus dem Pott verquatschen. Am späten Nachmittag kommen wir in einer Ferienanlage in Kristiansand an.

Mittwoch 23.8. / Kanonenmuseum: Heute steht Kultur auf dem Programm. Wir besuchen das Kanonemuseum. Viel Stoff zum Fotografieren für mich. Am Nachmittag spielt die Kleine vergnügt auf dem Spielplatz der Ferienanlage.

Donnerstag 24.8. / Langesund: Abreise in Kristiansand, Fahrt nach Langesund
Wir nehmen uns für unsere letzte Nacht eine Hütte, nicht weit vom Fährhafen und genießen endlos warm laufendes Wasser, richtige Betten und Fernsehen 😉

Freitag 25.8. / Langesund, Hirtshals: Frühstück, Auto vollpacken, gegen Mittag Check In auf unserer Fähre. Wir essen und unsere Kleine ist aus dem Bälleparadies nicht mehr rauszulocken. Ich muss gegen Übelkeit ankämpfen. Pünktlich um 19 Uhr kommen wir in Dänemark an und mein Mann bringt uns ohne langen Zwischenaufenthalt in 10 Stunden nach Hause.

Samstag 26.8. / Zuhause: Um 6 Uhr kommen wir zuhause an und legen uns ohne Umwege in unsere Betten.

Lieblingsgefühle

Unter einem Blogbeitrag eines Blogs dem ich folge… Ach herrje wie umständlich… las ich einen recht interessanten Kommentar. Es ging dabei um „Lieblingsgefühle“.

Zeit für eine Selbstreflexion…

Wir Menschen können natürlich grundsätzlich erstmal alle Gefühle. Traurigkeit, Wut, Liebe, Verzweiflung, Freude… aber die einen liegen uns mehr als die anderen, wir können besser mit ihnen umgehen als mit anderen. So die Kommentatorin.

Ja das kenn ich! Traurigkeit kann ich gut. Mach ich jahrelang schon.

Bin ich quasi Profi drin! 

Wie andere depressive Menschen sicher auch. Ist ja bewährt. Was man gut kann sollte man halt auch machen. Oder?!

Wut kann ich gar nicht. Bin ich wütend gehe ich erstmal hoch wie eine Rakete und fühle mich schon dabei total ekelhaft und abstoßend. Kurz drauf kommt dann die vertraute Traurigkeit darüber das ich so hochgegangen bin. Am Ende kotze ich mich dann selber an weil ich mir denke „Och nee… warum bistn jetzt schon wieder traurig?! Keine Lust auf das Monster.“

Was macht man da nun?

Ich werde es mal so versuchen wie im Kommentar beschrieben:

Es hilft manchmal, so zu tun, als wären es Gäste, denen man noch gute Gastfreundschaft schuldet. Man begrüßt sie freundlich an der Tür, bietet ihnen was zu trinken und einen guten Platz hat, schenkt ihnen für eine gewisse Weile die volle Aufmerksamkeit und dann dürfen sie auch wieder gehen….

Liebe Wut… natürlich auch alle anderen Gefühle… ich verspreche bei Eurem nächsten Besuch etwas anders mit Euch umzugehen. Wenn Ihr mir im Gegenzug versprecht nicht allzu hart mit mir umzuspringen. Wir gehören doch irgendwie zusammen, oder? 😉


Besagten Blogbeitrag inklusive interessanten Kommentaren findet Ihr hier.

Walk Revue

Zwei Fotografie Sonntage liegen hinter mir und ich mag Euch gerne ein bisschen davon berichten.

Am 30.4. stand bei mir der Stegerwalk in Nürnberg auf dem Programm.

Dieser fand zum dritten Mal statt und ich schaffte es jetzt endlich dabei zu sein. Die letzten beiden Male hat es nicht geklappt.

Ich startete schon gegen 9 Uhr morgens, meine alte Heimat liegt inzwischen etwa 1,5 Stunden Autofahrt entfernt. Gegen 10.30 kam ich an, ergatterte einen Parkplatz für Lau in einer Seitenstraße und marschierte zum Gewerbemuseumsplatz wo sich zu Beginn getroffen wurde.

Menschenmassen! Bestimmt 600 Leute standen da!

Mir war ja klar das da ne Menge los sein wird, trotzdem war ich erstmal total erschlagen. Und nervös.

Ich besorgte mir einen Namensaufkleber und ein Gratis Exemplar einer Fachzeitschrift und stellte mich dann mitten rein in diese Menge.

Blöd gucken kann ich! Erstmal wirken lassen…

Es dauerte gar nicht lange da wurde ich von Sabine, ihrem Mann und deren Freundin angequatscht. Wir kamen schnell ins Gespräch und beschlossen nach Stegers kleiner Ansprache sowie Gruppenfoto gemeinsam loszuziehen.

Alleine zum Walk zu gehen war also eine prima Entscheidung.

Bevor wir so richtig losliefen packten wir noch zwei Kerls und zwei Mädels mit ein, die etwas verloren rumstanden.

Vom Gewerbemuseumsplatz ging es dann Richtung Insel Schütt. Ich trank erstmal mein Gratis Radler gegen die Aufregung und war erleichtert das es nicht nur mir so ging.

Die ersten Shootings fanden an und auf der Insel statt. An der Pegnitz entlang ging es dann Richtung Wöhrder Wiese, zum zweiten Treffpunkt.

Hier suchte sich unsere Truppe einen schönen Platz in der Sonne (juhu Sonnenbrand!), schnackten, guckten Fotos und verweilten ein bisschen bis es weiter ging Richtung Cramer-Klett-Park. Wir machten Halt auf einer Baustelle, auf der noch einige coole Fotos entstanden, bevor sich meine Motivation so langsam verabschiedete.

Wöhrder Wiese, Cramer-Klett-Park… grün soweit das Auge sah! Nicht ganz meine Welt!

Nach dem zweiten Treffpunkt im Park marschierten wir langsam Richtung Altstadt wo ich noch ein paar tolle Fotos machen konnte bevor mich meine Motivation entgültig verließ.

Vor Bratwurst Röslein, wo der gesamte Walk am Abend noch einkehrte, verabschiedete ich mich dann letztendlich von meiner Truppe.

Ich war müde, erschöpft, meine Füße taten weh und brauchte unbedingt meine Couch zuhause.

Fazit Stegerwalk:

Der Tag war insgesamt eher enttäuschend für mich. Es war nicht ganz das was ich mir vorgestellt hatte.

Ich hatte mich auf coole Straßenshootings gefreut (die letzten beiden Stegerwalks gingen durch die Stadt) und die vielen Grünflächen waren einfach nichts für mich. Man kann es aber nunmal nicht jedem Recht machen also ist dies nur ein kleiner Minuspunkt.

Extrem schade fand ich das sich anfangs kleine Gruppen gebildet haben, diese aber den ganzen Tag über unter sich blieben. Mehrere Male hab ich Anschluss gesucht, fühlte mich dann aber unwillkommen. Auf mein „Darf ich mich bei Euch ran hängen?“ bekam ich einmal sogar gar keine Antwort. Es kam mir so vor als wäre der Großteil der Teilnehmer einfach zum „Schaulaufen“ da. Sich präsentieren, dabei sein. Beim Bayreuther Walk am Sonntag darauf unterhielt ich mich mit jemandem der ebenfalls in Nürnberg mit dabei war und meine Meinung teilte. Viele Walk Teilnehmer scheinen immer in den selben Cliquen unterwegs zu sein. Aber ist nicht genau das unter anderem das Ziel eines solchen Walks? Neue Kontakte zu knüpfen?

Eine weise Entscheidung war aber definitiv alleine zum Walk zu gehen denn so fand ich schnell Anschluss. Ich lernte eine handvoll nette Menschen kennen und hoffe das man den Kontakt halten/ausbauen kann. Etwas positives hatte der Tag also schon 😉

Am Sonntag darauf nahm ich am Bayreuther Fotowalk teil.

Dieser fand zum ersten Mal statt und versprach etwa 100 Teilnehmer.

Da wir bei meinen Schwiegereltern übernachteten hatte ich keine so lange Anfahrt und war in 10 Minuten vor Ort.

Treffpunkt war um 12 Uhr am Jean-Paul-Platz. Ich parkte etwas abseits und traf auf dem Parkplatz gleich den ersten Teilnehmer und wir gingen gemeinsam Richtung Treff.

Ich beschloss schon vorab dieses Mal einfach selbst ein wenig offener zu sein und setzte mein schönstes Lächeln auf 😉

Die strahlende Sonne unterstütze mich dabei. Ich freute mich doppelt denn der Wetterbericht hatte Regen angekündigt.

Mein Parkplatznachbar und ich trafen auf einen Bekannten seinerseits und wir quatschten erstmal in kleiner Runde.  Kurz drauf kam Jacks, mit der ich mich verabredet hatte, gefolgt von einem Fotografen mit dem ich vorab schon gemailt hatte. Dieser wurde dann gleich involviert gemeinsam mit seinem Kollegen den er im Schlepptau hatte.

Ein Dialog ergab den nächsten, irgendwie war es ganz schön durcheinander und chaotisch aber auf eine angenehme Art.

Julia, die nun schon zweimal vor meiner Kamera stand, stieß mit Freundin Heike dazu, Michaela, ebenfalls ein bekanntes Gesicht für mich, tauchte auf und hatte Sina im Gepäck.

Eine der Organisatoren verteilte blaue (Fotografen) und gelbe (Model) Bändchen, es folgte eine kurze Ansprache und dann ging es auch schon los.

Während die meisten sich ihre Grüppchen noch suchten schnappte ich mir Jacks, Julia und Heike und machte die ersten kleinen Shootings. Michaela und Sina begleiteten uns, waren dann aber recht bald verschwunden weil ein Fotograf an ihnen Interesse zeigte.

Als wir entschieden an den Main runterzugehen schloss sich plötzlich ein anderer Fotograf an. Wir „teilten“ uns Julia und Heike und nachdem auch diese Fotos im Kasten waren und wir stadteinwärts liefen, verabschiedete sich der eine Fotograf und ein anderen mitsamt Model kam dazu.. völlig entspannt, ungezwungen.

Es ging weiter an zwei Brunnen, in Seitenstraßen, Richtung Stadthalle zum zweiten Treffpunkt. Hier hatte ich noch ein paar nette Gespräche, zeigte meine Fotohefte und verteilte Visitenkarten…

Und da kam er dann…. der angekündigte Regen.

Einige nutzten diesen und machten Fotos mit Regenschirm oder völlig schutzlos mit letztendlich pitschnassen Haaren 😉

Ich stellte mich unter und schaute dem Treiben noch ein bisschen zu. Eine knappe Stunde später brach ich dann aber ab weil ich an Sonnenschein nicht mehr glaubte.

Jacks schloss sich an, auf dem Weg zum Auto trafen wir nochmal Julia und Heike, die sich dann ebenfalls auf den Heimweg machen wollten.

Am Auto angekommen war ich nass von den Haarspitzen bis zu den Socken.

Zuhause bzw bei den Schwiegereltern angekommen schälte ich mich erstmal aus der nassen Jeans in eine warme Decke und genoss Kuchen während ich meinem Gatten vom Tag berichtete.

Fazit Bayreuther Fotowalk:

Eine kleine, überschaubare, familiäre Gemeinschaft. Spannender Austausch, viele offene Menschen und gute Laune. Irgendwie „bodenständiger“ als Nürnberg.

Als zu Beginn des Walks mein Handy den Geist aufgab versuchten bestimmt drei Leute mir zu helfen es wieder in Gang zu bringen. Supercool!

Ein bisschen geärgert hab ich mich allerdings als das Organisationsteam des Walks bei Facebook postete sie würden nun in einer Unterführung und im Parkhaus shooten nachdem der Regen nicht mehr aufhörte. Ich war zu dem Zeitpunkt leider schon bei den Schwiegereltern angekommen.. selber kam ich leider nicht auf diese Idee dabei möchte ich schon ganz lange mal in einem Parkhaus fotografieren.

Da es aber der erste Walk war will ich mal nicht kleinlich sein. Vielleicht wird beim nächsten Mal ja etwas schneller reagiert und Plan B eingeleitet 😉

Alles in Allem: cooler Tag mit vielen neuen Kontakten.

Und nun… mach ich mich mal ans Bearbeiten der vielen Fotos… 😉


Danke an Sabine, Thomas, Katja, Evgeniya, Andy, Julia, Heike, Jacks, Toni, Sebastian, Michaela und alle Beteiligten fürs geduldige Model stehen und Fachsimpeln! 🙂