Schnipp Schnapp 2ter Teil

Kurz nach Weihnachten schnitt ich mir radikal die Haare ab. Das hab ich hier schon kurz mitgeteilt.

Den Gedanken hege ich schon viele Jahre. Immer mal wieder.

In Phasen in denen meine Haare mal wieder furchtbar aussahen, sie verschnitten wurden… oder mich mein Haarschnitt irgendwie langweilte. Immerhin trage ich ihn schon sehr lange. Er gehört irgendwie zur Subkultur dazu… die mich auch immer mal wieder langweilte. Dazu ein andermal mehr.

Kurz vor Weihnachten überkam mich erneut dieser Gedanke. Ich war gerade in der Arbeit. Als ich mittags nach Hause kam sagte ich zu meinem Mann:

„Ich glaub ich rasier mir die Haare ab.“

Er war von dieser Idee begeistert und hätte sie am liebsten sofort in die Tat umgesetzt. Ich beschloss aber noch eine Nacht drüber zu schlafen bzw die stressigen Tage vor Weihnachten abzuwarten.

Vor Weihnachten im Verkauf zu arbeiten ist ja ohnehin schon stressig.

Zudem aber noch Rede und Antwort zu stehen warum ich plötzlich keine Haare mehr habe… das wäre mir zu anstrengend gewesen.

Die Tage nach meiner „Ankündigung“ verstärkte meinen Gedanken noch mehr und so kam es das ich am 22. Dezember, recht spontan als die Räubertochter beschloss unseren Nachbarn zu besuchen, zum Rasierer griff.

Gerne hätte mein Mann Friseur gespielt. Aber mir wurde schnell klar das wir nie fertig werden würden wenn er weitermacht. Nichts für ungut 😉

Ich rasierte also selber… und das dauerte schon ewig.

Ich hatte ja nun gar nicht so lange Haare aber es sind so verdammt viele das es doch eine Weile brauchte.

Kurzzeitig überkam mich der Gedanke was ich machen würde wenn es mir jetzt doch nicht gefällt. Aber das Endergebnis sagte mir optisch total zu.. und es fühlte sich außerdem großartig an.

Am Abend brachten wir unsere Tochter bei Freunden unter und mein Mann und ich spazierten über den Weihnachtsmarkt und gingen was trinken im Pub.

Wo ich mein erstes Kompliment bekam.

Nämlich von der Kellnerin die mir frech über den Kopf streichelte und sagte „Du siehst megageil aus! Ich hatte sie früher auch so kurz aber man wird halt älter… *lach*“

Alles richtig gemacht! 😉

Inzwischen habe ich sie schon dreimal nachgeschnitten. Jetzt merke ich erstmal wie schnell die eigentlich wachsen! Und ich denke ich behalte den Schnitt erstmal bei.

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Vom Daten und selbstlieben

Heute morgen bin ich mit einer „Kollegin“ zum Frühstücken verabredet.

Die Räubertochter habe ich soeben in den Kindergarten gebracht und nun habe ich noch ein paar Minuten Zeit bis ich weiter muss.

„Kollegin“ ist genau genommen nicht richtig. Sie arbeitet beim Bäcker der an die Filiale angrenzt in der ich arbeite.

Wir arbeiten also nun etwa 1,5 Jahre so nebeneinander, wissen dafür relativ viel voneinander und sie ist oft eine Ansprechpartnerin für mich wenn ich Sorgen oder Redebedarf habe.

Ein privates Treffen war schon lange geplant, hat bisher aber nicht geklappt. Umso größer ist nun meine Vorfreude darauf.

Meinen freien Vormittag nutze ich heute also nicht um den Haushalt in Ordnung zu bringen oder eine meiner To Do Listen abzuarbeiten sondern für etwas Schönes, das mir Freude bereitet… etwas fürs Glückstagebuch.

In letzter Zeit bin ich tatsächlich sehr häufig verabredet. Mit Menschen deren Nähe ich genieße, die mich bereichern oder auch einfach mit mir selbst.

Ich date mich selbst!

Ich war in letzter häufig alleine in der Sauna oder schwimmen. Letzte Woche war ich zum Billard spielen verabredet. Manchmal setze mich aber auch einfach „nur“ bewusst eine halbe Stunde in ein Cafe und genieße meine Tasse Tee in aller Ruhe, beobachte dabei Menschen, tagträume oder schreibe mein Tagebuch.

Theoretisch weiß ich das ja schon sehr lange. Das es wichtig für mich ist mir Auszeiten zu nehmen. Momente in denen ich meine Akkus wieder aufladen kann, nicht Mama oder Hausfrau bin sondern einfach ich selbst. Im Moment setze ich das sehr intensiv in die Tat um und schau an…

Ich bin dadurch ausgeglichener und mir geht es gut!

Ich bin geduldiger mit der Räubertochter, Stress auf Arbeit oder nervigen Kunden begegne ich mit einem Lächeln und möchte mal wieder eine Kollegin über die andere herziehen geht es zum einen Ohr rein und zum anderen, ohne Umweg über mein Gehirn, direkt wieder raus.

Morgen, wenn mein Auto zum gefühlten 100ten Mal in den letzten vier Wochen in die Werkstatt muss, werde ich mich wieder ins Cafe setzen statt zuhause den Abwasch zu erledigen.

Der ist nämlich viel geduldiger als ich oft denke.

Zur Auszeit zwingen

Heute bin ich spontan in die Sauna. Die letzten Tage haben mich etwas aufgerieben, nun habe ich mich selbst zum Entspannen gezwungen.

An einem Montagmorgen um 8 Uhr saunieren zu gehen ist megaklasse!

Es war nämlich überhaupt nichts los und ich hatte fast den ganzen Wellnessbereich für mich alleine.

So entspannt startete ich eine neue Woche glaube ich noch nie. Sollte ich wohl öfter machen.

Mein Herz ist erfüllt

Ja es spricht etwas Rotwein aus mir aber ich bin von Glück erfüllt.

Wir hatten gerade Besuch von einem Freund und dessen neuer Freundin.

Und es war ganz wunderbar.

Muffins essen, Wein/Bier/Tee trinken, sabbeln und mit der Kleinen spielen.

Ganz entspannt, ganz unaufgeregt…

Vermutlich werde ich alt weil ich nix Spektakuläres brauche damit ich mich bereichert fühle.

Vielleicht weiß ich gerade aber auch die kleinen Dingen mehr zu schätzen…

Erster Schnee

Erster Schnee

Wir sind eingeschneit!

Eben kamen wir, nach dem Besuch meiner Schwiegereltern, wieder zuhause an und alles ist weiß.

Ich freu mich auf den Winter!

Obwohl ich ja eher Typ Frostbeule bin freue ich mich aufs Schlitten fahren und Schlittschuh laufen mit der Räubertochter. Aufs Lebkuchen essen, aufs Weihnachtslieder singen und auf Abende vorm warmen Kamin.

Besuch

Mein „Onlinedate“, von dem ich hier, hier und hier bereits erzählte, reiste am vergangenen Samstag für ein verlängertes Wochenende an.

Mein „Onlinedate“ klingt sehr abwertend dafür das er in kurzer Zeit seinen gewissen Raum eingenommen hat.

Da in meinem Blog so gut wie keiner namentlich erwähnt wird, fällt es mir nun ziemlich schwer dem Kind einen Namen zu geben. Der Anfangsbuchstabe kommt hier auch nicht in Frage da es der Gleiche ist den auch mein Mann und unsere Tochter tragen.. Mensch ist das kompliziert! (Und ob das vielleicht ein Zeichen für irgendwas ist? Wer weiß?!).

Ich brech ihn jetzt mal runter auf den „Klugscheißer“ denn er hat immer das letzte Wort, weiß zu allem was und er verpackt es auf diese ekelhaft liebenswerte, dämlich grinsende Art sodass man nicht böse sein kann.

Ein bisschen wie ich. Mir kann man auch nicht böse sein 😀

Ich versuchte ihn übrigens bereits mit einem Mädel aus dem Nachbardorf zu verkuppeln aber sie verbockte es.. selber Schuld. Die schlechteste Partie ist er sicher nicht.

Kurz: Ich mag ihn! Aber ich schweife ab.

Der Klugscheißer besuchte uns also am vergangenen Wochenende.

Geplant waren schöne Ausflüge, kulturelles und so.. Aber letztendlich wurden es gemütliche, ruhige, familiäre Tage da das Wetter nicht sehr einladend war.

Am Samstagabend besuchte uns ein Freund der Familie mit seiner neuen Freundin und wir tranken fröhlich Bier und Wein und guckten lustige grottenschlechte Filme.

Am Sonntag machten wir dann einen ausgedehnten Spaziergang über eine meiner oft besuchten Fotolocations. Ein Lost Place Ding was auch meinen Stiefkindern immer Spaß macht.

Abends gingen wir alle gemeinsam  gemütlich essen bevor der Klugscheißer und ich die Kneipe im Nachbardorf aufsuchten.

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Wir tranken und quatschten Blödsinn und ich genoss diese Zeit sehr in der sich mein Mann um die Kleine kümmerte und ich Zeit für meinen Besuch und mich hatte.

Am Montag bauten wir Barhocker, ich hatte zum Glück den Tag frei, bevor ich am Dienstagnachmittag, nachdem Frühschicht und der Lütten Mittagschlaf hinter uns lagen, den Klugscheißer wieder nach Hause fahren lassen musste.. schnief schnief

Inzwischen ist hier wieder Ruhe eingekehrt.

So ein Besuch ist zwar schön aber auch wahnsinnig aufregend. Vorallem für die Räubertochter. Trotzdem genieße ich es wenn Menschen die ich mag uns besuchen, für eine Nacht oder auch mehrere Tage.

Gehen wir feiern und haben Übernachtungsgäste.. Ich genieße das Frühstück am nächsten Morgen oft mehr als das Ausgehen an sich.

Denn ein Haus ist nur ein „Zuhause“ wenn Leben herrscht.

Also komm bald wieder… 😉

Mitspielen oder mir selbst treu bleiben

Ich bin nun über ein Jahr dort angestellt wo ich eben angestellt bin. Ein schönes Jahr für mich in einem guten Team. Dafür backte ich, wie hier schon geschrieben, sogar einen Kuchen.

Nun wendete sich leider das Blatt. 

Plötzlich wurde mir klar warum keiner groß auf meinen Dankes Kuchen reagierte und warum in dieser Filiale keine Teammeetings und auch keine Weihnachtsfeiern stattfinden. Man will sowas einfach nicht.

Vor einigen Wochen hatte ich Frühschicht mit einer Kollegin. In dieser Schicht verquatschte ich mich leider mit den beiden Mädels vom Bäcker nebenan der an unseren Laden angrenzt.

Wem sowas noch nie passiert ist möge den ersten Stein werfen!

In meinem „Privatleben“, sprich bei den Menschen mit denen ich bewusst gerne Zeit verbringe/die ich mir aussuche, wäre das kein großes Drama gewesen. Hätte ich mich zum Beispiel während einer Umzugshilfe oder dergleichen verquatscht und meine Arbeit vernachlässigt, hätte man mich kurz zur Seite genommen, unter vier Augen gesagt dass das uncool ist, und die Sache wäre erledigt gewesen.

In meinem Job macht man aus der Mücke den Elefanten.

Es wird sich beim Bereichsleiter über mich beschwert. Kollegin erzählt dem gesamten Team (!) von diesem Vorfall- nur mit mir redet sie nicht darüber.

Ich arbeitete seitdem keine einzige Schicht mehr mit ihr zusammen. Kann mir gar nicht erklären woran das liegt…

Ich überlegte schon nach dem „Petzen“ beim Bereichsleiter darüber zu schreiben. Die Sache regte mich tierisch auf, immerhin ist mein Vertrag befristet und der Bereichsleiter hat das letzte Wort was das Verlängern betrifft. Womöglich bricht mir sowas das Genick. Ich dachte aber „Das kannste nicht machen. Viele Leser wissen wo ich genau arbeite.. was sollen die denn denken“. Drum möchte ich auf die Arbeit und das Team nicht weiter eingehen als unbedingt nötig.

Was mich aber beschäftigt, und das nun schon eine Weile denn diese Sache zieht sich inzwischen schon ein paar Wochen hin…

Spiel ich bei diesem Spiel mit oder bleibe ich bei mir?

Lege ich die Tatsachen beim nächsten Gespräch mit dem Bereichsleiter auf den Tisch und berichte mal über die Privatgespräche meiner Kollegin? Soll ich anfangen all meine Kollegen zu verkaufen, im Team gegen jeden zu hetzen… sie machen schließlich das Selbe?

Nein das ist einfach nicht meine Art. Drum habe ich für mich entschieden stur meine Arbeit zu machen. Ich werde keinerlei Privatgespräche mehr führen, weder mit Kunden noch mit den Kollegen.

Sollte sich mal wieder eine Kollegin bei mir über eine andere Kollegin auskotzen wollen, werde ich das mit einem kühlen „Das geht mich nichts an“ kommentieren.

I’m sorry. Aber bei diesem Spiel bin ich raus.

Alles neu macht der… Oktober

Hier ist gerade mächtig was los. Mein Mann und ich bauen fleißig die Küche um und auch hier auf meiner Website passiert ein bisschen was.

Meine Freundin T. gab den Anstoß. Mit ihr unterhielt ich mich nämlich mal wieder über meine Fotografie und kam darauf das ich das „eigentlich“ ja noch intensiver betreiben möchte aber ich kaum Leute finde die sich vor meine Kamera stellen.

Wie wär’s mit einem Aushang?

Warum eigentlich nicht? Suche Biete Aushänge, schwarze Bretter und ähnliches gibt es sogar bei uns auf dem Dorf.

So brainstormten wir also ein wenig über Aushänge, Flyer, Design und so weiter…

Bis ich dann wieder vor der Frage stand welchen Internetlink ich denn da drauf drucken soll denn mein Landleben Blog und meine Fotos gehören irgendwie zusammen, irgendwie aber auch wieder nicht.

Ich gestaltete die letzten Tage also ein bisschen um. 

Die Menüführung trennt jetzt ganz klar Landleben und Fotografie, eine andere Domain sollte her, es gab ein neues „Headerfoto“ (gibt es dafür eigentlich auch einen deutschen Begriff?) für das ich mich draußen ins nasse Laub schmiss (Punkt fürs Glückstagebuch! Nass aber glücklich), passend zum mehr oder weniger neuen Namen.

Und in den nächsten Tagen werde ich wohl auch die Idee mit den Flyern in die Tat umsetzen 🙂

Wochenplanung 2ter Teil

Kühe streicheln

In einem Beitrag vor etwa drei Wochen (diesem hier) schrieb ich darüber das ich meine Woche besser durchplanen möchte um intensiver Zeit mit meinem Mann, unserer Tochter, unserer Familie und mir alleine zu verbringen.

Es funktioniert wirklich gut!

Mit der Räubertochter backte ich Kuchen. Die Woche drauf wollte ich basteln, wir planten aber spontan um und gingen Schwimmen. Die Woche drauf besuchte ich mit ihr den Bauern im Nachbardorf. Wir spazierten die ca 4km bergauf, streichelten Kälbchen, fütterten Kühe und spazierten wieder runter. In der darauf folgenden Woche waren wir seit langer Zeit mal wieder auf dem Spielplatz und schlenderten ein bisschen durch die Kleinstadt.

Gestern Abend besuche ich mit ihr den Gospelchor in der Stadt in der ich arbeite.

Musik findet sie großartig und ich dachte es würde ihr bestimmt Freude machen wenn sie mal hört wie schön Menschen singen können wenn sie es denn tatsächlich können. Nicht so wie die Mama 😉

Der Ausflug war ein voller Erfolg. Zwar konnten wir nicht allzu lange bleiben da die Probe sehr spät am Abend stattfindet und Tochter somit schon müde war, aber die Zeit die wir dort waren war herrlich. Sie tanzte und klatschte und auf der Heimfahrt sang sie alle Lieder nochmal wild durcheinander.

Auch für mich selbst nehme ich mir Zeit!

In dieser Woche arbeite ich insgesamt nur  etwa 10 Stunden. Ich habe also viel freie Zeit die ich zum Bloggen, Fotografieren und Fotos bearbeiten nutzte. Heute gehe ich noch zum Friseur bevor ich die Tochter vom Kindergarten abhole.

Mit der Familie gingen wir ins Freizeitbad und werkelten an Hühnergehege und Küche. Ja, ich zähle auch die letzten beiden Dinge als gemeinsam Zeit miteinander verbringen denn (er)schafft man etwas zusammen schweißt das ja auch zusammen. Vorausgesetzt man bindet die Kids mit ein und nutzt sie nicht nur als Handlanger.

Und auch mein Mann und ich finden Zeit füreinander. Heute Abend wollen wir mal wieder gemeinsam kochen und uns eine Flasche Wein gönnen bevor wir am Wochenende in der Küche weiterarbeiten.