Eine Gefängnis das sich die Gesellschaft freiwillig schafft

Ich lese gerne. Im letzten halben Jahr war ich dazu aber nicht „fähig“. Ich beschäftigte mich so intensiv mit meinem Selbststudium das ich nicht offen war für „Fantasiegeschichten“.

Letzte Woche aber überkam es mich. Ich hatte das Bedürfnis nach einem Buch.

Aber woher auf die schnell eins nehmen? Ich beschloss mir das Buch zu schnappen das sich mein Mann zuletzt gekauft hatte, was überhaupt nicht dem Genre entspricht was ich normalerweise lese.

Mein Mann liebt Fantasy Bücher. Herr der Ringe und solche Sachen. Ich bin mehr die Krimi Leserin.

Trotzdem lies ich mich, aus der Not heraus, auf „Ready Player One“ ein.

Der Klappentext versprach folgendes: „Im Jahr 2045 ist die Welt ein hässlicher Ort. Richtig wohl fühlt sich Wade Watts nur in der Oasis, einer riesigen virtuellen Welt, wo die meisten Menschen den Großteil ihrer Zeit verbringen. Als der exzentrische Schöpfer der Oasis stirbt, hinterlässt er eine Reihe vertrackter Rätsel, die auf seiner Leidenschaft für die Popkultur der 80er Jahre beruhen. Wer sie als Erster löst, erbt nicht nur sein gigantisches Vermögen, sondern auch die Kontrolle über die Oasis. Dann findet Wade den ersten Hinweis. Plötzlich ist er umringt von Konkurrenten, die für den Sieg über Leichen gehen würde. Die Jagd hat begonnen, und Wade hat nur eine Chance: Will er überleben, muss er gewinnen.“

Ich wollte dem Buch eine Chance geben. Sollte das Fantasiezeug mir nicht gefallen bleibt ja immernoch Pop der 80er Jahre. Ist vielleicht dann doch ganz witzig.

Das hier soll aber nun keine Buchempfehlung oder Vorstellung werden. Ich möchte Euch eine Passage des Buches „vorlesen“ die sich bei mir eingebrannt hat.

„Jahre später schrieb er allerdings in seiner Autobiographie, dass er GSS verlassen habe, weil „wir nicht länger in der Videospielbranche tätig waren“, und weil er den Eindruck hatte, dass sich die Oasis zu etwas Grässlichem entwickelt hatte.

„Sie war zu einem Gefängnis geworden, in das sich die Menschheit freiwillig hineinbegab“, schrieb er. „Ein künstliches Paradies, in dem wir uns verstecken, während die menschliche Zivilisation langsam vor die Hunde geht, in erster Linie, weil sich niemand mehr um sie kümmerte.“

Zukunftsgeschichten sind im ersten Moment vielleicht ganz weit weg. Vielleicht entspricht es aber auch genau der Welt von morgen oder vielleicht sogar schon heute?!

Ich schalte meinen Laptop jetzt ab, lege mein Handy beiseite und genieße den Sonnenschein draußen 😉

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