Shootingtag in der Fabrik

DSCF9629

Vergangenen Sonntag stand bei mir ein „Shootingtreff“ auf dem Programm.

In der Vergangenheit besuchte ich einige Fotowalks, diesmal sollte so etwas in der Art also Indoor/On Location stattfinden.

Die Facebookgruppe „Models und Fotografen Mitteldeutschland“ organisierte einen ersten Treff. Der Gedanke gefiel mir, mag ich doch beim Fotografieren auch das Treffen und Kennenlernen von Menschen. In Real. Nicht nur virtuell.

Ein Fotograf aus der Oberpfalz erklärte sich bereit sein Studio zur Verfügung zu stellen. Teile eine alten Porzellanfabrik.

Mein Mann und ich machten kindfrei und er begleitete mich somit. Ich musste also nicht alleine umher tigern.

Um kurz nach 12, Einlass war um 12, erreichten wir nach ein wenig Suchen die Location. Wir platzten somit in die Begrüßungsrede rein, was mir etwas unangenehm war. Ich hatte 12 Uhr Einlass und 13 Uhr offizieller Beginn im Kopf… irren ist ja bekanntlich menschlich.

es9653 small

Nach der Rede, von der ich also nicht mehr viel mitbekam, begann ein Rundgang durch die Anlage. Ich erhaschte einen kurzen Blick auf Bodypainterin und Model die schon seit 11 Uhr fleißig am Malen waren und anschließend schwärmten Fotografen inklusive Models aus. Ich quatschte kurz einen Fotografen an den ich via Facebook schon eine Weile beobachtet hatte und er erzählte das er erst vor ein paar Wochen hier war und sie für heute eine bestimmte Idee am alten Cola Automaten im Kopf haben.

Mein Mann und ich stiefelten durch die Fabrik und guckten hier und da. 

Ich traf auf ein weiteres durch Facebook bekanntes Modelgesicht und wir stellten eineinander kurz vor ehe sie die Hüllen für ihren Fotografen fallen lies. Leicht bekleidet stand sie am Porzellanregal und mein Gatte und ich gingen weiter.

DSCF9620

Auch am Cola Automaten machten wir nochmals Halt und ich schnackte erneut ein wenig übers Fotografieren und die Dynamik insbesondere die Grüppchenbildung einer solchen Veranstaltung. Ich erzählte das ich völlig erwartungsfrei her kam und wenn ich heute kein einziges Foto mache ist das auch in Ordnung. Im Nachhinein war genau das die richtige Einstellung.

Die meisten Fotografen+Models schienen sich schon vorab organisiert zu haben weswegen sie „vielleicht später mal“ Zeit hätten aber keinesfalls jetzt so spontan.

Ich traf mehrere Male auf die gleichen Fotografen denen es wie mir ging. Sie kamen „spontan“ her und schauten nun lediglich die Location an. Freie Models schienen heute nicht mehr verfügbar zu sein. Der Treff sollte so organisiert werden das ein gutes Gleichgewicht zwischen Fotografen und Models besteht. Scheinbar hat es nicht so geklappt wie geplant.

Mein Mann erzählte mir später das ein paar auch dementsprechend zügig die Veranstaltung wieder verliesen. Schade aber nachvollziehbar.

es9635 small

Im Obergeschoss schauten wir eine Weile beim Bondage zu. Hier hatte ich das Bedürfnis mal ein paar Fotos zu machen, was sich aber schnell wieder löste denn es standen etwa drei Fotografen drum herum die dann einfach draufhielten wie eine Schar Paparazzi.

Etwas später landeten wir wieder beim Bodypainting.

Eine witzige Position des Models ermutigte mich dann nochmal zum Fotografieren. Ich blieb eine Weile dran und machte Making Of Aufnahmen. „Arschkalt“ wars fürs Model, gute Laune hatte sie trotzdem.

Zu Beginn der Veranstaltung war ich nicht so besonders angetan von dem was ich da sah. Hier entwickelte sich dann aber eine so gute Stimmung zwischen Model, Malerin und mir das ich das Painting Model doch nach ein paar Fotos fragte.

es9648 small

Ihrer jungen Begleitung lieh ich eine meiner Farben aus dem Malkasten aus und sie zauberte sich einen blauen Drachen auf ihren Arm.

Ich quatschte hier und da noch ein bisschen mit anderen Fotografen aber relativ zeitig bat ich meinen Mann wieder aufzubrechen.

Das lag nicht unbedingt daran das ich „nichts zu tun“ hatte sondern vielmehr an dem Getratsche das stattfand.

Sinngemäß klang das etwa so:

„Ich soll Dir einen Gruß von X ausrichten.“

– „Ach schön. Danke. Ich hab sie ein paar Mal fotografiert.. schau mal…“

„Rede nicht so laut, ihre größte Rivalin steht hinter Dir!“

„Ich bin durch X auf Dich aufmerksam geworden.“

–  „Achso. Ich dachte über eine andere Person. Na ich habe von X lange nichts mehr gehört…“

„Ist wohl auch besser so. Mit der hat man nur Ärger. Das ist ne Psychopathin!“

Und so kam ich von der Fotografie wieder zum Thema Achtsamkeit.

Brauche ich sowas? Möchte ich meine wertvolle Lebenszeit mit Menschen verbringen die so über andere sprechen? Mit mir, wo ich doch gar nichts damit zu tun habe?

Man muss ja nicht mit jedem können, wirklich nicht. Aber man muss das ja nicht an die Glocke hängen und darüber mit völlig unbeteiligten Menschen sprechen. Vor allem eben auf diese Art und Weise.

Ein Erfolg war dieser Tag trotzdem für mich. Ich traf auf ein paar sehr nette Menschen mit denen ich mich gut unterhielt. Ein weiteres Fotoshooting im privaten Rahmen ist in Planung. Und ich kam einen Schritt in Bezug auf meine (Persönlichkeits)Entwicklung weiter.

Advertisements

2 Gedanken zu “Shootingtag in der Fabrik

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s