Yoga

Ich denke darüber nach bei einem Yoga Kurs einzusteigen.

Nein im Grunde steht das schon fest, ich muss nur noch einen finden.

Und das ist gar nicht mal so leicht. Alle Kurse sind voll, ausgebucht. Das lässt mich nachdenken… über mich selbst und Yoga im Lauf der Zeit im Allgemeinen.

Ich probierte Yoga schon vor vielen Jahren aus. Als meine Depressionen sehr schlimm waren. Offen war ich damals aber nicht dafür und machte nur eine einzige Stunde mit. Jahre später, ich war schwanger, öffnete ich mich für „Walfischyoga“. 

Ein paar Damen mit Babys im Bauch die mehr oder weniger elegant Yoga Übungen machen.

Das machte mir sehr viel Spaß und ich würde es jederzeit wieder machen wenn nochmal ein Mini-Me in mir heranwachsen würde.

Warum ich ausgerechnet jetzt wieder auf Yoga komme? Es liegt wohl an der nicht mehr sichergestellten Psychotherapie. Ich dachte darüber nach ob ich mich überhaupt nach einer anderen, finanziell stemmbaren, Therapie umsehen sollte. Meine Problematik kenne ich ja nun genau. Selbstwert, Selbstliebe, Achtsamkeit, Bewusstsein.. all diese Dinge waren in der Vergangenheit nicht gegeben und ich bin gerade dabei sie zu erlernen bzw zu vertiefen und vor allem beizubehalten. Ich bin mir gerade nicht sicher inwieweit es mir etwas bringt Vergangene Dinge nochmal „aufzuwärmen“ und „durchzukauen“. Darüber zu reden, reden, reden. Ich glaube vielmehr das ich die oben aufgezählten Dinge „einfach“ nur dauerhaft umsetzen müsste.

Also überlegte ich was ich denn machen könnte um mein Achtsamkeit-Lernen zu unterstützen und kam auf Yoga.

Ich fragte Herrn Google nach Kursen aber, wie bereits geschrieben, sind alle in der Umgebung voll. Eine nette Yogalehrerin schrieb mir aber eine Mail das ich doch an den „offenen Stunden“ teilnehmen könnte und sie würde mir einen Stundenplan schicken. Nächste Woche werde ich also starten.

Ein fester Blockkurs wäre mir zwar lieber aber wenn es nicht anders geht muss es so gehen. Die „Problematik“ bei den „offenen Stunden“ für mich persönlich ist nämlich die, das ich sie jederzeit ausfallen lassen kann. Bei einem Blockkurs hab ich da etwas mehr „Druck“. Vielleicht bin ich aber inzwischen soweit „gewachsen“ das ich es auch ohne Blockkurs schaffe dran zu bleiben 🙂

Warum ist jetzt aber jeder Yoga Kurs ausgebucht?

Yoga wie wir es kennen, nämlich Yoga als Sport oder Form der Bewegung, gibt es wohl  seit etwa dem 19ten Jahrhundert. In den letzten Jahren wurde es aber scheinbar immer bekannter, beliebter. Überall findet man Yoga Kurse, die alle gut besucht sind. So mein Eindruck.

Als ich noch klein und unschuldig war, war Yoga so fremd. Und irgendwie auch nicht ernst zunehmen.

Das ist was für Spinner.. Leute die kiffen und in ihrer eigenen Welt leben oder sowas. Heute ist es ganz normal geworden.

Und in mir kommt nun die Frage auf woran das eigentlich liegt.

Ist es einfach nur salonfähig geworden oder haben sich die Menschen so sehr verändert das sie dringend Dinge wie Yoga, Pilates, Meditation brauchen? Ist unsere Gesellschaft vielleicht so hektisch, oberflächlich, unaufmerksam geworden das wir ohne Yoga womöglich gar nicht mehr zurecht kämen? Zu Robotern mutieren?

Roboter die ackern, ackern, ackern. Immer weiter hinauf, schneller, größer, besser? Roboter die sich nicht mehr auf das Wesentliche, die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren können?

Ist Yoga also vielleicht ein Phänomen unserer Zeit?

Ich bin nicht nur gespannt wie es mir in meiner Stunde nächste Woche gehen wird sondern auch darauf welche Art von Menschen zu solchen Stunden gehen. Vielleicht ergibt sich ja das ein oder andere interessante Gespräch.

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