Ende mit Schrecken

Der vergangene Freitag war für mich emotional sehr aufregend.

Am Vormittag war ich voller Glücksgefühle wegen des erfolgreichen TÜV-Termins, wir fuhren spontan mit unserem „Oldtimer“ zum nächstgelegenen Campingplatz und entschieden das Wochenende dort zu verbringen, am Nachmittag erfuhr ich das mein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird.

Ich bin ab 1. Juni ohne Arbeit. 

Ich hatte am Freitag die Spätschicht. Das mein Vertrag auslief wusste ich ja. Die letzten Male wurde er immer kurz vor 12 verlängert, ich dachte mir also nichts weiter.

Am Freitag rief ich dann aber doch mal den Bereichsleiter an um nachzufragen wie es weitergehen soll… Gar nicht. Aha. 

Warum weshalb wieso möchte ich hier gar nicht weiter ausführen. Spielt im Grunde ja auch keine Rolle. Er „hoffe nur das man nicht im Streit auseinandergeht“, das ich „die letzte Woche noch ordentlich meine Arbeit mache“….

Nach dem Telefonat rief ich meinen Mann an und informierte ihn. Danach startete ich in meine Spätschicht.

Etwa eine halbe Stunde später realisierte ich was da eigentlich gerade passierte.

Mir wird eine (!) Woche vor Vertragsende, erst nach Rückfragen (!), mitgeteilt das mein Vertrag nicht verlängert wird. Ich solle meine letzte Woche noch ordentlich machen… wie bitte? Ich habe noch über 30 Tage Urlaub und 20 Überstunden.

Was zur Hölle mache ich hier?!

Ich entschied meine Spätschicht zu beenden und dann in den „Resturlaub“ zu gehen, den ich eigentlich gar nicht mehr komplett nehmen kann.. na wie dem auch sei.

Keine Samstagsspätschicht mehr und auch nächste Woche werde ich nicht mehr erscheinen.

Genau so sagte ich es der Filialleitung kurz nach meinem „Geistesblitz“, die kurz darauf nicht mehr vom Telefon wegkam. Schließlich musste sie sich ja jetzt um eine Vertretung für den nächsten Tag und die ganze nächste Woche kümmern.

Zwischenzeitlich platzte eine Kollegin zornentbrannt in den Laden.. was denn hier jetzt eigentlich los sei und ob denn alle denken das gute Leute vom Himmel fallen?!

Ich machte mir keine weiteren Gedanken mehr über die Sache.

Ich machte meine letzten Stunden ordentlich, leerte meinen Spind und wünschten den anderen alles Gute.

Danach fuhr ich auf den Campingplatz, mein Mann schmiss den Grill an, die Räubertochter schlief schon.. und es sprudelte nur so aus mir heraus was am Abend noch passiert war.

Nun sitze ich auf unserer Terrasse. Wir sind seit heute Mittag wieder zuhause. Das Campingwochenende war genau das Richtige nach dem Freitagabend.

Wie es jetzt so weiter geht weiß ich nicht genau. Schlimm ist es gerade aber nicht mehr.

Schließt sich eine Tür, öffnet sich eine andere.

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2 Gedanken zu “Ende mit Schrecken

  1. Martina 1. Juni 2018 / 11:40

    Unglaublich, was sich so abspielt…
    Ich drücke Dir fest die Daumen für Deine Zukunkt!

    Gefällt 1 Person

    • Viola 1. Juni 2018 / 11:45

      Dankeschön!
      Das hier ist natürlich nur meine Sicht der Dinge. Wie es auf der Gegenseite aussieht weiß ich nicht. Die Filialleitung und/oder Kollegen werden schon auch ihre Gründe gehabt haben warum sie mich nicht mehr da haben wollten.

      Gefällt mir

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