Fotografieren im Swingerclub

Vor einigen Tagen waren mein Mann und ich im Swingerclub.

Klingt für manche wohl erstmal schräg… ist aber ganz harmlos.

Ein Fotografenkollege (von ihm war hier und hier schonmal die Rede) lud mich ein, ihn zum Fotografieren zu Begleiten. Ich sollte „Making Ofs“ und „andere Perspektiven“ einfangen, während er 4-5 Paare, die sich vorab angemeldet hatten, erotisch in Szene setzte.

Nun mache ich derzeit mal wieder eine schlimm(ere) Phase durch. Ich war mir also nicht sicher ob ich ihn begleiten soll. 

Bekomm ich das hin? Ich hab sowas doch im Grunde noch nie gemacht!

Was genau soll ich da fotografieren? Werde ich seinen Anforderungen gerecht? Wie bewege ich mich da ohne groß zu stören? Darf ich sagen wenn mir auffällt das die Halskette schief hängt oder die Haare nicht gut aussehen? Ich bin ja oft so ein Plappermaul… wieviel darf ich denn da reden so als „Nebenfotografin“? Und wenn meine Fotos überhaupt gar nix werden? Was mach ich denn dann?

Kurz: Ich war total unsicher. Aber letztendlich, vermutlich weil zwei Überredungskünstler am Werk waren, ließ ich mich darauf ein.

Die Party, eine Art Maskenball für junge Paare, startete um 20 Uhr.

Mein Mann und ich sollten um 19 Uhr da sein damit wir in Ruhe alles besprechen, Lampen aufbauen konnten und so weiter.

Das mein Gatte mich begleitete hatte mehrere Gründe. Zum einen war dieser Abend als „Paarabend“ gedacht. Wir wollten ursprünglich schick essen gehen, Zeit miteinander verbringen. Nun fiel unser Date auf genau diesen Abend. Trotzdem wollte er mir die Möglichkeit geben meinem Hobby nachzugehen. Wir beschlossen also unseren Paarabend im Club zu verbringen.

Wir kamen kurz vor 19 Uhr (ich vor Aufregung ziemlich fertig mit meiner Welt), fast zeitgleich, mit dem Fotokollegen an. Wir drückten uns und ich beruhigte mich gleich ein wenig denn ich fühle mich ihm nicht nur in Sachen Fotografie verbunden sondern er ist auch zwischenmenschlich ein sehr wertvoller Mensch (schleim schleim trief trief… nichts als die Wahrheit!).

Aufbau. Lagebesprechung. Kameraeinführung (ich benutzte nämlich gar nicht meine eigene). Noch was trinken. Dann ging es los.

Vor unsere Kamera trauten sich insgesamt vier Paare. Ich hielt mich sehr zurück, sprach wenig und auch die Anzahl der Fotos die ich machte war ungewöhnlich niedrig.

Zum Ende hin ging es mir aber doch besser… Ich war nicht tiefenentspannt aber es war besser als zu Beginn. Ein bisschen Spaß macht es auch 🙂

Und als ich ein paar Tage später die Fotos geschickt bekam, stellte ich auch fast das meine Arbeit akzeptabel war.

Gegen 22 Uhr bauten wir das mobile Fotostudio ab.

Ich zog mich um, mein Mann und ich gingen lecker essen, besorgten uns Drinks und blieben noch bis etwa 2 Uhr morgens und genossen unseren „Paarabend“.

Trotz meiner derzeitigen Verfassung war es doch ein schöner Abend.

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4 Gedanken zu “Fotografieren im Swingerclub

  1. Martina 1. März 2018 / 9:40

    Spannend.. Sich auf unbekanntes Terrain zu bewegen ist erstens mutig und erweitert den Horizont…
    Finde ich klasse, dass Du Dich darauf eingelassen hast.

    Gefällt 1 Person

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