Walk Revue

Zwei Fotografie Sonntage liegen hinter mir und ich mag Euch gerne ein bisschen davon berichten.

Am 30.4. stand bei mir der Stegerwalk in Nürnberg auf dem Programm.

Dieser fand zum dritten Mal statt und ich schaffte es jetzt endlich dabei zu sein. Die letzten beiden Male hat es nicht geklappt.

Ich startete schon gegen 9 Uhr morgens, meine alte Heimat liegt inzwischen etwa 1,5 Stunden Autofahrt entfernt. Gegen 10.30 kam ich an, ergatterte einen Parkplatz für Lau in einer Seitenstraße und marschierte zum Gewerbemuseumsplatz wo sich zu Beginn getroffen wurde.

Menschenmassen! Bestimmt 600 Leute standen da!

Mir war ja klar das da ne Menge los sein wird, trotzdem war ich erstmal total erschlagen. Und nervös.

Ich besorgte mir einen Namensaufkleber und ein Gratis Exemplar einer Fachzeitschrift und stellte mich dann mitten rein in diese Menge.

Blöd gucken kann ich! Erstmal wirken lassen…

Es dauerte gar nicht lange da wurde ich von Sabine, ihrem Mann und deren Freundin angequatscht. Wir kamen schnell ins Gespräch und beschlossen nach Stegers kleiner Ansprache sowie Gruppenfoto gemeinsam loszuziehen.

Alleine zum Walk zu gehen war also eine prima Entscheidung.

Bevor wir so richtig losliefen packten wir noch zwei Kerls und zwei Mädels mit ein, die etwas verloren rumstanden.

Vom Gewerbemuseumsplatz ging es dann Richtung Insel Schütt. Ich trank erstmal mein Gratis Radler gegen die Aufregung und war erleichtert das es nicht nur mir so ging.

Die ersten Shootings fanden an und auf der Insel statt. An der Pegnitz entlang ging es dann Richtung Wöhrder Wiese, zum zweiten Treffpunkt.

Hier suchte sich unsere Truppe einen schönen Platz in der Sonne (juhu Sonnenbrand!), schnackten, guckten Fotos und verweilten ein bisschen bis es weiter ging Richtung Cramer-Klett-Park. Wir machten Halt auf einer Baustelle, auf der noch einige coole Fotos entstanden, bevor sich meine Motivation so langsam verabschiedete.

Wöhrder Wiese, Cramer-Klett-Park… grün soweit das Auge sah! Nicht ganz meine Welt!

Nach dem zweiten Treffpunkt im Park marschierten wir langsam Richtung Altstadt wo ich noch ein paar tolle Fotos machen konnte bevor mich meine Motivation entgültig verließ.

Vor Bratwurst Röslein, wo der gesamte Walk am Abend noch einkehrte, verabschiedete ich mich dann letztendlich von meiner Truppe.

Ich war müde, erschöpft, meine Füße taten weh und brauchte unbedingt meine Couch zuhause.

Fazit Stegerwalk:

Der Tag war insgesamt eher enttäuschend für mich. Es war nicht ganz das was ich mir vorgestellt hatte.

Ich hatte mich auf coole Straßenshootings gefreut (die letzten beiden Stegerwalks gingen durch die Stadt) und die vielen Grünflächen waren einfach nichts für mich. Man kann es aber nunmal nicht jedem Recht machen also ist dies nur ein kleiner Minuspunkt.

Extrem schade fand ich das sich anfangs kleine Gruppen gebildet haben, diese aber den ganzen Tag über unter sich blieben. Mehrere Male hab ich Anschluss gesucht, fühlte mich dann aber unwillkommen. Auf mein „Darf ich mich bei Euch ran hängen?“ bekam ich einmal sogar gar keine Antwort. Es kam mir so vor als wäre der Großteil der Teilnehmer einfach zum „Schaulaufen“ da. Sich präsentieren, dabei sein. Beim Bayreuther Walk am Sonntag darauf unterhielt ich mich mit jemandem der ebenfalls in Nürnberg mit dabei war und meine Meinung teilte. Viele Walk Teilnehmer scheinen immer in den selben Cliquen unterwegs zu sein. Aber ist nicht genau das unter anderem das Ziel eines solchen Walks? Neue Kontakte zu knüpfen?

Eine weise Entscheidung war aber definitiv alleine zum Walk zu gehen denn so fand ich schnell Anschluss. Ich lernte eine handvoll nette Menschen kennen und hoffe das man den Kontakt halten/ausbauen kann. Etwas positives hatte der Tag also schon 😉

Am Sonntag darauf nahm ich am Bayreuther Fotowalk teil.

Dieser fand zum ersten Mal statt und versprach etwa 100 Teilnehmer.

Da wir bei meinen Schwiegereltern übernachteten hatte ich keine so lange Anfahrt und war in 10 Minuten vor Ort.

Treffpunkt war um 12 Uhr am Jean-Paul-Platz. Ich parkte etwas abseits und traf auf dem Parkplatz gleich den ersten Teilnehmer und wir gingen gemeinsam Richtung Treff.

Ich beschloss schon vorab dieses Mal einfach selbst ein wenig offener zu sein und setzte mein schönstes Lächeln auf 😉

Die strahlende Sonne unterstütze mich dabei. Ich freute mich doppelt denn der Wetterbericht hatte Regen angekündigt.

Mein Parkplatznachbar und ich trafen auf einen Bekannten seinerseits und wir quatschten erstmal in kleiner Runde.  Kurz drauf kam Jacks, mit der ich mich verabredet hatte, gefolgt von einem Fotografen mit dem ich vorab schon gemailt hatte. Dieser wurde dann gleich involviert gemeinsam mit seinem Kollegen den er im Schlepptau hatte.

Ein Dialog ergab den nächsten, irgendwie war es ganz schön durcheinander und chaotisch aber auf eine angenehme Art.

Julia, die nun schon zweimal vor meiner Kamera stand, stieß mit Freundin Heike dazu, Michaela, ebenfalls ein bekanntes Gesicht für mich, tauchte auf und hatte Sina im Gepäck.

Eine der Organisatoren verteilte blaue (Fotografen) und gelbe (Model) Bändchen, es folgte eine kurze Ansprache und dann ging es auch schon los.

Während die meisten sich ihre Grüppchen noch suchten schnappte ich mir Jacks, Julia und Heike und machte die ersten kleinen Shootings. Michaela und Sina begleiteten uns, waren dann aber recht bald verschwunden weil ein Fotograf an ihnen Interesse zeigte.

Als wir entschieden an den Main runterzugehen schloss sich plötzlich ein anderer Fotograf an. Wir „teilten“ uns Julia und Heike und nachdem auch diese Fotos im Kasten waren und wir stadteinwärts liefen, verabschiedete sich der eine Fotograf und ein anderen mitsamt Model kam dazu.. völlig entspannt, ungezwungen.

Es ging weiter an zwei Brunnen, in Seitenstraßen, Richtung Stadthalle zum zweiten Treffpunkt. Hier hatte ich noch ein paar nette Gespräche, zeigte meine Fotohefte und verteilte Visitenkarten…

Und da kam er dann…. der angekündigte Regen.

Einige nutzten diesen und machten Fotos mit Regenschirm oder völlig schutzlos mit letztendlich pitschnassen Haaren 😉

Ich stellte mich unter und schaute dem Treiben noch ein bisschen zu. Eine knappe Stunde später brach ich dann aber ab weil ich an Sonnenschein nicht mehr glaubte.

Jacks schloss sich an, auf dem Weg zum Auto trafen wir nochmal Julia und Heike, die sich dann ebenfalls auf den Heimweg machen wollten.

Am Auto angekommen war ich nass von den Haarspitzen bis zu den Socken.

Zuhause bzw bei den Schwiegereltern angekommen schälte ich mich erstmal aus der nassen Jeans in eine warme Decke und genoss Kuchen während ich meinem Gatten vom Tag berichtete.

Fazit Bayreuther Fotowalk:

Eine kleine, überschaubare, familiäre Gemeinschaft. Spannender Austausch, viele offene Menschen und gute Laune. Irgendwie „bodenständiger“ als Nürnberg.

Als zu Beginn des Walks mein Handy den Geist aufgab versuchten bestimmt drei Leute mir zu helfen es wieder in Gang zu bringen. Supercool!

Ein bisschen geärgert hab ich mich allerdings als das Organisationsteam des Walks bei Facebook postete sie würden nun in einer Unterführung und im Parkhaus shooten nachdem der Regen nicht mehr aufhörte. Ich war zu dem Zeitpunkt leider schon bei den Schwiegereltern angekommen.. selber kam ich leider nicht auf diese Idee dabei möchte ich schon ganz lange mal in einem Parkhaus fotografieren.

Da es aber der erste Walk war will ich mal nicht kleinlich sein. Vielleicht wird beim nächsten Mal ja etwas schneller reagiert und Plan B eingeleitet 😉

Alles in Allem: cooler Tag mit vielen neuen Kontakten.

Und nun… mach ich mich mal ans Bearbeiten der vielen Fotos… 😉


Danke an Sabine, Thomas, Katja, Evgeniya, Andy, Julia, Heike, Jacks, Toni, Sebastian, Michaela und alle Beteiligten fürs geduldige Model stehen und Fachsimpeln! 🙂

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3 Gedanken zu “Walk Revue

  1. Hanna 11. Mai 2017 / 15:03

    Sehr schöner Beitrag von dir 🙂
    Das klingt nach zwei sehr cool Sonntagen. Wo findet man denn die Bilder von den beiden Tagen? Zwei vom „Bayreuther Fotowalk“ habe ich gefunden, aber mehr nicht. Bin ich Blind? 😀

    Gefällt 1 Person

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