Ich „muss“

Nein, nicht das! Heute gehts um meine Zukunftsgedanken, die mich ein wenig ärgern.

Ein Bekannter erzählte um Weihnachten rum er habe seinen öden Job satt.

Nun hat er gekündigt, ist im Umzugsfieber und orientiert sich neu.

Im Stillcafe am Freitag erzählte eine junge Mama das sie nun bald wieder arbeiten geht. Mit der Betreuung des Sohnes wechseln sich Mutti und Vati nun ab denn sie haben keinen Kita Platz. Eine andere Dame erzählte dann sie habe sich ihren Kita Platz schon im dritten Schwangerschaftsmonat gesichert und würde nach einem Jahr in die Arbeitswelt zurückkehren. Wieder eine andere bleibt jetzt für zwei Jahre Zuhause denn das habe sie sich verdient, war sie doch beim ersten Kind alleinerziehend und musste sofort wieder ran. Wäre finanziell ja auch nicht gegangen.

Da stieg in mir ein bisschen die Panik auf. Es scheint als wisse jeder genau was er vor hat.

Wie? Betreuung? Kita Platz? Tagesmutter? Ich weiß noch nicht mal wann ich wieder arbeiten gehen möchte. Noch viel schlimmer: Ich weiß nicht was! Zurück in den Friseursalon oder wieder in den Verkauf? Ein ganz anderer Beruf, vielleicht noch eine Ausbildung? Oder möchte ich als Hausfrau und Mama daheim bleiben, irgendwas von zuhause aus machen? Tupper? Party Lite? Dildofee? Gott bewahre!

„Ich muss doch wissen was ich will?!“ dachte mein sonst immer durchorganisiertes Jungfrau-Hirn in den letzten Tagen sehr oft. Aber muss ich das wirklich?

Oder kann ich mich auch einfach mal planlos „treiben lassen“ und gucken was passiert?

Schließlich ists mit Tochter ja auch ganz anders gekommen als ich es mir in der Schwangerschaft ausgemalt habe 😉

Ich glaub ich erkundige mich in der nächsten Woche einfach mal wie lang man hier in der Gegend auf einen dieser berüchtigten Kita Plätze warten muss und lass mich dann dementsprechend treiben…

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2 Gedanken zu “Ich „muss“

  1. Kristin 18. Januar 2015 / 22:21

    Lass dir da bloß keinen Stress machen; ihr seid extra auf’s Land, um von dem ganzen Druck wegzukommen. Genieße deine Zeit mit deiner Kleinen, denn die gibt dir ja niemand mehr zurück und solang du nichts musst, musst du auch nicht. Ich zum Beispiel bin nicht nur alleinerziehend, sondern setze mein Fernstudium mit kommenden Semester fort, da habe ich wirklich großen Respekt vor. Luca wird im Frühling deshalb auch eine Tagesmutter besuchen, im Herbst ist schon ein Kita-Platz gesichert; aber das habe ich nicht alles gemacht, weil ich wollte, sondern weil ein Leben wie ich es führe ohne Planung gar nicht funktionieren kann. Es ist nicht einmal der finanzielle Aspekt, oft werde ich gefragt warum ich mir das Studium noch als dritte Belastung antue und nicht einfach aufhöre. Ich finde solche Fragen so unüberlegt, denn wie würde ich mich fühlen mein Leben für mein Kind komplett aufzugeben; hätte er davon etwas? Wäre ich glücklich? Die Antwort ist ganz klar nein. Mit dem Studium tue ich etwas für mich, es treibt mich an, gibt mir ein gutes Gefühl. Arbeit hat für mich weniger Stellenwert, aber nach 2 Jahren zuhause werde auch ich wieder arbeiten gehen müssen, um mir mein bzw unser Leben zu finanzieren. Was allerdings nach meinem Studium kommt, das weiß ich nicht! Ich wollte gerne noch einmal woanders hin, weiterziehen und in ein neues Land. Aber wie gesagt, tue was dir gut tut und was dich erfüllt, denn wie gesagt, nichts muss! Befrei dich von Zwängen. Jeder Mensch ist verschieden und das ist verdammt gut so.

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    • Viola 19. Januar 2015 / 20:04

      Danke für deine lieben Worte. Ich geb mein Bestes mich nicht verrückt zu machen.

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