Die Mama, die ich sein wollte…

… und die, die ich gerade bin.

Ich kann mir vorstellen das jede Mama plötzlich den Moment hat in dem sie merkt „Huch.. ich bin doch ganz anders als ich mir vorgenommen hab.“

Ich hatte diesen Moment gestern.

In der Schwangerschaft hab ich mir fest vorgenommen das mein Kind von Anfang an in seinem Bett schlafen wird. Ich wollte einen festen Tagesablauf, immer zur gleichen Zeit aufstehen, mein Kind zu festen Zeiten stillen und für den Mittagsschlaf ins Bett legen. Ich wollte aber auch ein bisschen alternativ sein. Mein Kind im Tragetuch transportieren, bei Wehwehchen zu Globolis greifen sogar windelfrei wollte ich ausprobieren. Und ich wünschte mir so sehr zuhause zu entbinden.. aber darüber schreib ich vielleicht ein andermal.

Ich hab schon in der zweiten Nacht im Krankenhaus gemerkt dass das eigene Bett für unsere Tochter eher uncool ist. Wir haben nun also ein „Familienbett“.

Diese Vorstellung fand ich immer skurril aber hey, jetzt gefällt mir das sogar richtig gut!

Es ist schön meine zwei Liebsten so nah bei mir zu haben, es ist praktisch was das Stillen betrifft und ich muss nachts nicht wegen jedem Pups aufstehen. Und „pupsen“ muss sie oft. Am häufigsten weil der Schnuller im großen Bett verloren gegangen ist. Der Schnuller, den ich in der Schwangerschaft nicht mal kaufen wollte 😉

Feste Zeiten? Klar… Sie isst wann sie Hunger hat, sie schläft wenn sie mü20140910_133917de ist und vor allem wo sie gerade müde ist.

Jetzt zum Beispiel liegt sie auf meinem Schoß und Arm während ich tippe.

Ich trage sie im Tuch, greife inzwischen aber ab und zu auch mal zum geliehenen Kinderwagen weil sie doch schon ganz schön an Gewicht zugelegt hat.

Viele Dinge konnte ich „einhalten“, andere dafür gar nicht. Die Erkenntnis das man nicht alles planen kann tut mir allerdings richtig gut wo ich mich doch häufig selbst blockiere. Ich bin nämliche eine typische Jungfrau mit Organisationszwang und dem Wunsch alles perfekt haben zu wollen. Diese Macke werde ich wohl nie ganz los aber ich stelle fest das ich dank der Lütten etwas lockerer werde.

Und was ich außerdem noch festgestellt habe: Die Mama die ich gerade bin finde ich sogar sympathischer als die, die ich mir vorgenommen habe zu sein 🙂

Ich wünsche euch noch einen schönen Mittwochnachmittag!

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Ein Gedanke zu “Die Mama, die ich sein wollte…

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